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  Stellenangebote Emissionshandel CDM / JI, Energiewirtschaft

Gerne unterstützen wir Sie bei Fragen rund um die Themen Emissionshandel, CDM und JI sowie Emissionsreduktion und wirtschaftlich optimierte Energieversorgung.
Ihr Ansprechpartner:   Nino Turek,   Telefon: 0711 8995-746,   E-mail: nino.turek@fichtner.de 

News

 Environment Council: Commission welcomes Council conclusions on the EU position for the Copenhagen Climate Change Conference, EU 21.10.2009

 Ökostrombranche wehrt sich gegen Erneuerbaren-Kritik, Dow Jones 21.10.2009

 Bundesregierung und DIHK schließen "Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation", BMU 14.10.2009

 UBA mahnt Anpassung von CO2-Handel an, Dow Jones 09.10.2009
 
 Energieagentur fordert stärkere CO2-Reduktion, Dow Jones 08.10.2009

 38 Prozent weniger CO2-Emissionen in 5 Jahren, BMU 05.10.2009

 Neue Bundesregierung muss energiepolitische Fesseln sprengen, VIK 30.09.2009

 Klimawandel: Treffen in Bangkok muss für ehrgeiziges weltweites Abkommen spürbare Fortschritte bringen, EU 25.09.2009

 EuGH stärkt die Rechte der Mitgliedstaaten im Klimaschutz, VIK 25.09.2009

 Gabriel reist zu Klimagipfel der UN nach New York, BMU 21.09.2009

 Gabriel begrüßt die Vorschläge aus Brüssel zur Finanzierung von Klimaschutz in Entwicklungsländern, BMU 10.09.2009

 Klimawandel: EU-Kommission präsentiert globalen Finanzierungsentwurf für ehrgeizige Maßnahmen von Entwicklungsländern, EU 10.09.2009

 Franzosen zahlen künftig 17 EUR pro Tonne CO2, Dow Jones 10.09.2009

 Frankreich führt CO2-Steuer für alle ein, Dow Jones 04.09.2009

 Das Klimaschutzpotenzial der globalen Ökosysteme mobilisieren, BMU 03.09.09

 Klimawandel: Kommission begrüßt vorläufige Zahlen für 2008 über weitere EU-Fortschritte bei der Erreichung der Kyoto-Ziele, EU 02.09.2009

 Krise hilft EU 2008 bei CO2-Reduzierung, Dow Jones, 01.09.2009

 Emissionshandel: ECX-CEO Birley warnt vor Betrug im deutschen CO2-Markt, Dow Jones 18.08.2009

 Gabriel kritisiert Guttenbergs "industriepolitisches Gesamtkonzept", BMU 15.08.2009 

 Neue Industrie-Emissionsnormen erst 2020, Dow Jones 10.08.2009

 Kommission will Emissionsgrenzwerte einführen, Dow Jones 04.08.2009

 Finanzspritze von der EU für CCS-Kraftwerk in China, Dow Jones 04.08.2009

 Klimawandel führt zu Kraftwerksausfällen, Dow Jones 03.08.2009

 Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren, EU 15.07.2009

 Erfolg fürs Klima beim G8- und MEF-Gipfel, BMU 10.07.2009

 Gabriel zu Klimakonferenz nach Rom gereist, BMU 08.07.2009

 Gabriel: G8-Gipfel muss beim Klimaschutz klare Beschlüsse fassen, BMU 07.07.2009

 Bundestag beschließt Zertifikate-Versteigerung,  Dow Jones 06.07.2009

 Trading-Gelegenheit am CO2-Markt, Dow Jones 01.07.2009

 Carbon EXPO - Final Report, 26.06.2009

 Gabriel: Ein wichtiges Signal für Kopenhagen, BMU 25.06.2009

 CCS-Gesetz in Großer Koalition offenbar endgültig gescheitert, Dow Jones 24.06.2009

 Umweltbundesamt: CCS nicht überschätzen, Dow Jones 23.06.2009

 Grüne Woche 2009: Klimawandel – Aktion und Anpassung, EU 22.06.2009

 Gabriel: Gespräche mit der chinesischen Regierung über Umwelt- und Klimakooperation, BMU 15.06.2009

 USA wollen mehr für Klimaschutz tun, Dow Jones 08.06.2009

 EU startet Konsultation zu CO2-Auktionsregeln, EU 05.06.2009

 Weltumwelttag: EU-Kommissar Dimas fordert entschiedeneres Eintreten für Klimaschutz, Dow Jones 04.06.2009

 Studie: Ausbau Erneuerbarer kurbelt die Wirtschaft an, Dow Jones 03.06.2009

 Dimas: EU erreicht ihre Kyoto-Klimaschutzziele, Dow Jones 02.06.2009

 CARBON EXPO 2009 in figures, 02.06.2009

 Klimawandel : Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge, EU 30.05.2009

 “STATE AND TRENDS OF THE CARBON MARKET 2009”, Carbon EXPO 28.05.2009

  Emissionshandel: Versteigerung der Zertifikate in Deutschland startet 2010, BMU 28.05.2009

 Gabriel: "EU und Deutschland im Klimaschutz weiter allein auf weiter Flur", BMU 27.05.2009

 
VIK: Stromkosten für Industriekunden steigen, Dow Jones 27.05.2009

 Kohlendioxid-Abscheidung: Experten begrüßen Rahmen für CCS-Technologie, Dow Jones 26.05.2009

 Industrie- und Schwellenländer beim Klimaschutz zerstritten, Dow Jones 26.05.2009

 Gabriel: Gesellschaft auf Folgen des Klimawandels vorbereiten, BMU 18.05.2009

 Machnig begrüßt UNO-Beschluss zur Nachhaltigkeit von Bioenergie, BMU 16.05.2009

 Bundesumweltministerium setzt für eigene Arbeit auf Nachhaltigkeit, BMU 15.05.2009

 Emissions trading: EU ETS emissions fall 3 % in 2008, EU 15.05.2009

 Eurelectric fordert Flexibilität bei Erneuerbaren, Dow Jones 11.05.2009

 Michael Müller: Wirtschaftskrise als Chance für den Kampf gegen die globale Erderwärmung nutzen, BMWi 05.05.2009

 CARBON EXPO 2009 the global event for the carbon market, 30.04.2009

 Gabriel sieht nach Treffen in Washington frischen Wind für Klimaverhandlungen, BMU 30.04.3009

 Machnig: G8-Staaten müssen Krise für eine umweltgerechte Neuausrichtung der Wirtschaft nutzen, BMU 27.04.2009

 Erneuerbare Energien weiter auf Wachstumskurs - Gabriel: Zugpferd für Klimaschutz und Beschäftigung, BMWi 26.04.2009

 Kommission begrüßt Annahme des Klima- und Energiepakets, EU 25.04.2009

CARBON EXPO 2009

 CARBON EXPO 2009 News update, 14.04.2009

 Deutschland hat 22 Mio t zu viel CO2 emittiert, Dow Jones 06.04.2009

 Bundesumweltministerium warnt vor Abzocke mit Rechnungen für "CO2-Beiträge", BMU 03.04.3009

 Klimawandel: EU muss sich auf die Auswirkungen vorbereiten, EU 01.04.2009

 Gabriel: G20 sollen 25 Prozent ihrer Konjunkturmaßnahmen für Klimaschutz nutzen, BMU 01.04.2009

 Klimaschutz: Treibhausgasemissionen 2008 auf tiefstem Stand seit 1990 Deutschland erreicht sein Kyoto-Ziel, BMU 29.03.2009

 Start der Verhandlungen für ein faires und effektives internationales Klimaschutzabkommen, BMU 27.03.2009 

 Energiebranche: Sind bis 2050 CO2-neutral, Dow Jones 19.03.2009

 Astrid Klug: Vietnam ist ein wichtiger Partner für den Umweltschutz, BMU 17.03.2009

 Machnig: Ökologische Herausforderungen brauchen ökonomische Antworten, BMU 13.03.2009

 Ein erfolgreiches Team: Emissionshandel und Erneuerbare-Energien-Gesetz, BMU 12.03.2009

 100 Projekte suchen Partner - CDM-Initiative des Bundesumweltministeriums erfolgreich gestartet, BMU 09.03.2009

 Emissionshandelstelle droht Rückzahlung von mehr als 40 Mio EUR, Dow Jones 06.03.2009

 Klimawandel: Kommission unterstreicht die Bedeutung der Böden, EU 05.03.2009

 Gabriel fördert Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft - Grünes Licht für 30 Klimaschutz-Netzwerke, BMU 05.03.2009

 EU verhandelt weiter über Industrieemissionen, Dow Jones 05.03.2009

CARBON EXPO 2009

 Neues Potenzial für globale CO2-Märkte durch stärkere Einbindung der USA, 01.03.2009

 CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 28.02.2009

 Australien: Impulse im Klima- und Naturschutz - Staatssekretär Matthias Machnig beendet umweltpolitische Gespräche in Australien, BMU 27.02.2009

 Emissionshandel: Zertifikate für 2009 - Umweltbundesamt bucht Emissionsberechtigungen auf die Konten der Teilnehmer, UBA 27.02.2009

 Bundesumweltministerium fördert Klimaschutzprojekte in Thailand, BMU 26.02.2009
 
 Klug: Umweltschutz schafft Jobs und Perspektiven für Innovationen und Lebensqualität, BMU 25.02.2009

 Geothermie-Projekte bekommen Rückhalt - Bundesumweltministerium, KfW Bankengruppe und Münchener Rück fördern mit vereinten Kräften, BMU 25.02.2009

 Klimawandel: Umweltbundesamt unterstützt Anpassung in Brasilien - Startschuss für Projekt im besonders gefährdeten Nordosten, UBA 17.02.2009

 Klimafreundliche, sichere und preisgünstige Energieversorgung ohne Atomstrom "Roadmap Energiepolitik 2020", BMU 12.02.2009

 372 Städte wollen Ziele für Klimaschutz übererfüllen, DowJones 11.02.2009 

 Union fordert Energieministerium, DowJones 06.02.2009

 Klimawandel: Kommission begrüßt EP-Empfehlungen für künftige EU-Klimapolitik, EU 05.02.2009

 EU: Klimaschutzziele noch nicht ausreichend, DowJones 04.02.2009

 Regierungsentwurf für ein Energieeffizienzgesetz auf den Weg gebracht, BMU 02.02.2009

 Kompensation der überhöhten CO2-Stromkosten sofort, VIK 02.02.2009

 Deutsch-chinesische Klimapartnerschaft vereinbart, BMU 29.01.2008

 Klimawandel: Vorschläge der Kommission für globales Klimaschutzabkommen in Kopenhagen, EU 28.01.2009

 Gabriel: CO2-Abscheidung ist Übergangstechnologie, DowJones 24.01.2008

 Erneuerbare Energien: ein Schlüssel für Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung, BMU 21.01.2009

 Sigmar Gabriel: Mit Obama beginnt eine neue Ära im internationalen Klimaschutz, BMU 20.01.2009

 Gabriel: Umweltschutz wird als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger - Erster Umweltwirtschaftsbericht vorgelegt, BMU 19.01.2009

 Vorgaben für Kohlekraftwerks-Projekte: Ressortabstimmung über CCS-Gesetz in heißer Phase, DowJones 16.01.2009

 Aktueller Gas-Streit zeigt: Breiter Energiemix ist unverzichtbar!, VIK 14.01.2009

 Deutschland stellt sich auf die Folgen des Klimawandels ein Bundeskabinett beschließt "Deutsche Anpassungsstrategie", 18.12.2008

 Mit dem Klimawandel umgehen, Bundesregierung 17.12.2008

Gruenes Licht für Gipfelbeschlüsse scheint sicher, DowJones 16.12.2008

CARBON EXPO 2009

CARBON EXPO 2009: Mehr als nur ein neuer Standort – neue Impulse für den globalen CO2-Markt, 15.12.2008

 EU einigt sich auf Klimapaket mit vielen Ausnahmen, DowJones 15.12.2008

 BDEW reagiert enttäuscht auf EU-Klimapaket, Dow Jones 15.12.2008

 Gabriel: Europa bleibt beim Klimaschutz weiter vorn - Einigung in Brüssel über Klimapaket, BMU 14.12.2008

 Kritik an Ausnahmeregeln der Klimabeschlüsse, DowJones 14.12.2008

 Gabriel: Finanzkrise ist Argument für konsequenten Klimaschutz - UN-Klimakonferenz in Posen beendet, BMU 13.12.2008

 Signal für mehr Waldschutz im internationalen Klimaschutz, BMU 12.12.2008

 Gabriel gibt 200 Millionen für Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern, BMU 11.12.2008

 Neue Initiative zur Förderung von Klimaschutzprogrammen weltweit, BMU 10.12.2008

 Merkel vorsichtig optimistisch für EU-Klimabeschluss, DowJones 10.12.2008

 Glos fordert Gleichheit bei Emissionshandel, DowJones 09.12.2008

 Brasilien übernimmt mit Klimaplan Führungsrolle unter den Schwellenländern,  BMU 09.12.2008

 Ministerrat einig über Erneuerbaren-Richtlinie, DowJones 08.12.2008 

 Bundestag bekräftigt CO2-Vollauktionierung, DowJones 06.12.2008

 Streit um Emissionshandel vor EU-Gipfel nicht lösbar, DowJones 05.12.2008

 Auf dem Weg zu einem neuen Klimaschutzabkommen, Bundesregierung 03.12.2008

 Greenpeace protestiert gegen Polens Klimapolitik, DowJones 02.12.2008

 Klimawandel: Konferenz in Posen soll Verhandlungen über ein neues globales Klimaschutzübereinkommen vorantreiben, EU 02.12.2008

 EU-Kommission drängt auf Fahrplan für Klimakonferenz, DowJones 01.12.2008

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Environment Council: Commission welcomes Council conclusions on the EU position for the Copenhagen Climate Change Conference, 21.10.2009
Brüssel (EU) -
European Commissioner for the Environment Stavros Dimas today welcomed the Council conclusions on the EU position for the COP 15 conference to be held in Copenhagen this December. The Conclusions advance the EU position, which will now be finalised by the European Council at the end of October. Discussions focused on the scale of the long-term (2050) emission reduction objective for the EU, targets to be set for reducing emissions from international aviation and maritime transport, accounting rules for changes in emissions due to land use, land use change and forestry (LULUCF), and how to tackle a potential surplus of assigned amount units from the Kyoto Protocol's 2008-2012 commitment period. Debates were also held on three issues: ship dismantling, the eco-efficient economy, and the proposed recast of two Directives, the Directive on waste electrical and electronic equipment (WEEE), and the Directive on the restriction of the use of certain hazardous substances in electrical and electronic equipment (RoHS). Commissioner Stavros Dimas said: "I am pleased with the progress we have made today, as there is only one negotiating session left before Copenhagen, and it is imperative to step up the speed of exchanges at the political level. Reaching an international agreement is a formidable political challenge, but we are still on the right track. And I repeat that it is more important than ever for the EU to assert its leadership role: our citizens want it, and so do our partners in the rest of the world."

Good progress with Copenhagen building blocks
The conclusions agreed today covered a number of outstanding issues. On the scale of the long-term (2050) emission reduction objective for the EU, the Council agreed on the need to set a long-term target at EU level as such targets have already been accepted in other international fora (G8, MEF). Ministers therefore supported a target of 80-95 per cent by 2050. Ministers also discussed the level of the global targets for the aviation and maritime sectors to be set under the UNFCCC in the Copenhagen agreement. The Council agreed on pursuing global reduction targets for aviation at -10 per cent and -20 per cent for the maritime sector as compared to 2005. Regarding accounting rules for changes in emissions due to land use, land use change and forestry (LULUCF) the Commission is pleased to see that the Council could agree on  mandatory accounting rules already ahead of the last negotiation session in Barcelona at beginning of November.
On the crucial issue of t ackling a potential surplus of assigned amount units (so-called AAUs) from the Kyoto Protocol's 2008-2012 commitment period, Member States decided to recognize their implication on the environmental integrity and stressed that further discussions will be needed on possible options to address it. These Council conclusions will now feed into the European Council to be held in Brussels on 29 and 30 October.

Debates on ship dismantling, WEEE and RoHS, and the eco-efficient economy
On the eco-efficient economy, Commissioner Dimas welcomed conclusions that confirm the strong support from Member States to shift to an eco-efficient economy, and their desire to integrate it as a key objective in the new Lisbon Strategy. The Commissioner also welcomed the conclusions on ship dismantling, which could, if appropriate, lead to a legislative proposal to ensure that ships with a strong link to the EU in terms of flag or ownership are dismantled only in safe and environmentally sound facilities worldwide On the proposed recast of the Waste Electrical and Electronic Equipment Directive and the Restriction of Hazardous Substances Directive, Commissioner Dimas underlined that linked scopes would be best in view of the Directives' environmental objectives. He said that it would be problematic to support a drastic extension of the scope of the RoHS Directive without having assessed its various impacts, for example on the safety and reliability of electronic equipment.

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Ökostrombranche wehrt sich gegen Erneuerbaren-Kritik, 21.10.2009
BERLIN/HANNOVER (Dow Jones)-
Umweltschützer und die Ökostrombranche wehren sich gegen Vorwürfe, die Erneuerbaren Energien trieben die Strompreise in die Höhe. Entsprechende Vorwürfe von Industrie und Energieunternehmen seien unbegründet. „Wer die von den Netzbetreibern am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Prognose der EEG Umlage für 2010 zum Anlass für eine neue Strompreisdiskussion gegen die Erneuerbaren Energien nutze, führe die Öffentlichkeit bewusst oder unbewusst in die Irre“, erklärte die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber hatten in der vergangenen Woche die sogenannte EEGUmlage mit 2 cts/kWh für 2010 veröffentlicht. Damit erhöht sich für Verbraucher der Zuschlag für Erneuerbare Energien um 75% im Vergleich zum laufenden Jahr. Die EEG-Umlage soll die Differenz zwischen der gesetzlich festgelegten Einspeisevergütung und dem ab 1. Januar 2010 voraussichtlich erzielten Börsenpreis für Ökostrom ausgleichen.

„Durch Ökostrom werden CO2-Zertifikate eingespart“
Der Branchenverband BDEW hatte nach Veröffentlichung der neuen EEG Umlage kritisiert, dass die Kosten für den starken Ausbau der Erneuerbaren Energien die EEG-Umlage teurer machten. Auch der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) forderte am Dienstag die neue Bundesregierung auf, „Subventionen nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) sofort zu stoppen oder wenigstens zu deckeln.“ Den steigenden Kosten für die EEG Umlage stünden Entlastungseffekte in vergleichbarer Größenordnung gegenüber, argumentierte hingegen der DUH. Der wachsende Anteil Erneuerbarer Energien an der Strombörse führe insgesamt zu einer Senkung der Preise, weil die am teuersten produzierenden konventionellen Kraftwerke nicht mehr oder seltener hochgefahren werden müssen, teilte der Umweltverband weiter mit. Dieser sogenannte Merit-Order-Effekt belief sich laut dem Verband 2006 auf etwa 3 Mrd bis 5 Mrd EUR, für 2007 und 2008 ergaben Schätzungen einen Preissenkungseffekt von 3 Mrd bis etwas mehr als 4 Mrd EUR. Das entspreche etwa der Hälfte der für 2010 errechneten Mehrkosten durch Erneuerbare Energien von 8,2 Mrd EUR, hieß es weiter. Auch sorge der Ökostrom dafür, dass CO2-Zertifikate eingespart würden. Auf 1,2 Mrd EUR werde sich 2010 der Wert der eingesparten CO2-Zertifikate summieren. Hinzu kämen für das Jahr 2010 noch nicht abschätzbare Nettoersparnisse, weil wegen des Ausbaus der Erneuerbaren weniger Energierohstoffe importiert werden müssten. Für das Jahr 2008 seien die Importersparnisse im Stromsektor auf 2,7 Mrd geschätzt worden, so die Deutsche Umwelthilfe.
Laut dem VEA reicht allerdings der Handel mit Emissionszertifikaten aus. Der Kronberger Kreis von Wirtschaftswissenschaftlern sei zu dem Schluss gekommen, dass ein funktionierender internationaler CO2-Handel zusätzliche Maßnahmen überflüssig mache, erklärte der VEA. „Die Menge der erlaubten CO2-Emissionen ist festgelegt. Subventionen dagegen verzerren den Wettbewerb“, sagte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim VEA. Werde fossile Energie knapp und teuer, verbesserten sich automatisch die Marktchancen für Erneuerbare Energien, sagte Panitz. In der vergangenen Woche hatte sich bereits der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) gegen die Kritik zu hoher Ökostrom-Subventionen gewehrt. Während die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise in den vergangenen zehn Jahren um 9,3 auf 23,2 cts/kWh gestiegen seien, habe sich der Anteil der EEG-Umlage im gleichen Zeitraum von 0,2 auf 1,1 cts/kWh erhöht, hatte der BEE mitgeteilt.

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Bundesregierung und DIHK schließen "Partnerschaft für Klimaschutz, Energieeffizienz und Innovation", 14.10.2009
Berlin (BMU) -
Mit einer neuen Partnerschaft legen die Bundesregierung und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Basis dafür, sich den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Steigerung der Energieeffizienz in der deutschen Wirtschaft gemeinsam zu stellen. In der Partnerschaft fördert das Bundesumweltministerium (BMU) mit seiner Klimaschutzinitiative ein breit angelegtes Projekt des DIHK und der Industrie- und Handelskammern (IHKs). Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Energieeffizienzberatungen und besonders zinsgünstige Kredite mit seinem "Sonderfonds Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)".
Ziel der Partnerschaft ist es, Firmen zu motivieren, die bereits heute wirtschaftlich rentablen Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz weit stärker als bisher zu realisieren. Die Aktionen der Partnerschaft richten sich direkt an die Unternehmen, um damit zusätzliche Impulse für mehr Energieeffizienz auszulösen. Diese ist für viele Unternehmen ein wichtiger Faktor, um schneller aus der Krise zu kommen und sich gut für den Wettbewerb danach zu positionieren.
Kein Unternehmen kommt ohne Energie aus. Daher können sich Energieeffizienzmaßnahmen in jedem einzelnen Fall bezahlt machen. In vielen Betrieben lassen sich je nach Branche und Größe erhebliche Einsparpotenziale finden, die im Einzelfall bis zu 30 Prozent betragen.
Eine Säule der Partnerschaft ist die Gründung von KLIMASCHUTZ UNTERNEHMEN - Die Klimaschutz- und Energieeffizienzgruppe der deutschen Wirtschaft. Die Mitgliedsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht nur Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen in ihre Unternehmensstrategie integrieren und die Einsparerfolge dokumentieren, sondern sich in bestimmten Abständen auch einem Prüfverfahren unterziehen. Mitglieder aus möglichst allen Branchen und Größenklassen zeigen vorbildhaft, dass sich Energieeffizienz und Klimaschutz auszahlen. Mit ihren Best-Practice-Beispielen sind sie prädestiniert, auch andere Unternehmer vom Nutzen der Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zu überzeugen.
Die zweite Säule der Partnerschaft ist eine Informations- und Qualifizierungsoffensive des DIHK und der IHKs. Die Informationsoffensive erleichtert durch so genannte Energiecoaches der IHKs den Unternehmern vor Ort den Einstieg in die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz. Zentraler Bestandteil sind Betriebsbesuche, bei denen die Energiecoaches die Unternehmen auf die Möglichkeiten der Energieeffizienzberatung und auf andere passende Förderprogramme, Fortbildungsangebote oder Informationsveranstaltungen hinweisen. Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive wird die Weiterbildung von Mitarbeitern der Unternehmen zu Energiemanagern (IHK) bezuschusst.

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UBA mahnt Anpassung von CO2-Handel an, 09.10.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth, hat im Falle von Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke Anpassungen beim Emissionshandel angemahnt. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass es zu einem Preisverfall komme, sagte Flasbarth bei der Vorstellung der aktuellen Klimakonzeption des UBA. „Wenn es jetzt zu Laufzeitverlängerungen kommt, führt das nicht dazu, dass wir weniger Treibhausgase emittieren“, sagte Flasbarth. Das UBA rechnet vielmehr mit einem Überangebot von Emissionshandelszertifikaten und einem damit verbundenen Rückgang der Preise. Um diesen „Kollateralschaden“ auszugleichen, müssten die Budgets nach unten korrigiert werden, forderte Flasbarth daher. Nach Berechnungen des UBA müsste das Emissionsbudget pro Jahr um rund 20 Mio t CO2 gesenkt werden, wenn die neue Regierung die Laufzeiten der sieben ältesten Atomkraftwerke verlängert.

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Energieagentur fordert stärkere CO2-Reduktion, Dow Jones 08.10.2009
MÜNCHEN (AFP)-
Zwei Monate vor dem Weltklimagipfel im dänischen Kopenhagen hat die Internationale Energieagentur (IEA) die Industriestaaten zu stärkeren Anstrengungen zum Klimaschutz aufgefordert. Die USA und Europa müssten ihre Emissionen an Kohlendioxid bis zum Jahr 2020 deutlich stärker reduzieren als zurzeit geplant, sagte der Chefökonom der in Paris ansässigen Agentur, Fatih Birol, der „Süddeutschen Zeitung“. China hingegen sei mit einen Programmen, Strom aus erneuerbaren Quellen sowie aus Atomkraft zu gewinnen und Effinzienzstandard zu verschärfen, bereits auf gutem Weg. Das Land könnte 2020 zum Spitzenreiter im internationalen Klimaschutz werden.
Die Wirtschaftskrise biete den Industrieländern eine „einmalige Gelegenheit“, ihren Energiesektor zu reformieren, sagte Birol. Der Verbrauch an fossilen Brennstoffen und damit der Ausstoß von CO2 werde im Jahr 2009 um 3% sinken, viele Investitionen seien wegen der Rezession verschoben worden. Auf ein Signal vom Kopenhagener Klimagipfel im Dezember hin könnten die Investoren beginnen, ihr Geld in umweltfreundlichere Technik umzulenken. Die Anfang der 70er Jahre gegründete IEA berät ihre 28 Mitgliedsländer, darunter auch Deutschland, in Fragen der Energieversorgung, Wirtschaftsentwicklung und des Umweltschutzes.

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38 Prozent weniger CO2-Emissionen in 5 Jahren, 05.10.2009
Bundesumweltministerium fördert Erzdiözese Freiburg bei der Umsetzung ihres Klimaschutzkonzepts
Berlin (BMU) -
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium Michael Müller hat heute gemeinsam mit dem Generalvikar Dr. Fridolin Keck den Startschuss für ein neuartiges Klimaschutzprojekt der Erzdiözese Freiburg gegeben. Im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative stellt das Bundesumweltministerium dem Projekt 560.000 Euro für einen "Klimaschutzmanager" zur Verfügung. Er soll der Erzdiözese helfen, ihren CO2-Ausstoss innerhalb der nächsten 5 Jahre um 38 Prozent zu reduzieren. Eine Vielzahl von Maßnahmen soll zu mehr Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz von Erneuerbaren Energien anregen.
Staatssekretär Müller: "Die Kirchen sind wichtige Vermittler und Multiplikatoren in die Gesellschaft hinein. Denn Klimaschutz muss lokal passieren, jede und jeder kann handeln. Ich freue mich, dass das Bundesumweltministerium das vorbildliche Engagement für mehr Klimaschutz der Erzdiözese Freiburg unterstützen kann und hoffe, dass viele Bistümer und Landeskirchen diesem Beispiel folgen."
Bereits 2001 engagiert sich die Freiburger Erzdiözese für mehr Klimaschutz. So wurden beispielsweise Klima- und Umweltschutzleitlinien verabschiedet und ein eigener Fonds in Höhe von 5 Millionen Euro aufgelegt, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern.
Die Erzdiözese verfolgt in ihrem Klimaschutzkonzept vier zentrale Ziele: die Energieeffizienz steigern, den Energiebedarf senken, erneuerbare Energien stärken und nachhaltigen Einkauf fördern. Die Umsetzung dieser Ziele rückt durch die Finanzierung zusätzlichen Personals mit der finanziellen Unterstützung aus der Klimaschutzinitiative ein Stück näher.

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Neue Bundesregierung muss energiepolitische Fesseln sprengen, 30.09.2009
Positive Chancen der Erneuerbaren und Kernenergie nutzen
Essen (VIK) -
Mit der neuen Bundesregierung kann eine Zeit jahrelanger energiepolitischer Lähmung beendet werden. So die Hoffnung des VIK – der Interessenvertretung der energieintensiven Industrien. „Gefragt sind nun klare, realistische Zukunftspläne für die Energieversorgung des Industrielandes Deutschland“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK. Die erneuerbaren Energien gehörten unbedingt dazu. Es gelte Wege zu finden, sie in eine sichere, wett­bewerbliche Versorgung einzubinden. Genauso aber dürften die klassischen Säulen der Energieversorgung mit Kohle und Kernenergie nicht weiter verteufelt werden. „Im Sinne eines sicheren, tragfähigen Gesamtkonzepts für die Energiezukunft Deutschlands dürfen diesen Techniken nicht allein aus dogmatischen Gründen abgelehnt werden. Es ist zudem Aufgabe der Politik, den Nutzen innovativer und hocheffizienter Kraftwerks­projekte herauszustellen und den Bürgern zu vermitteln. Die bevorstehenden Koalitions­verhandlungen müssen jetzt die richtigen Zeichen setzen!“ so Dr. Loske weiter.
Dabei sind für den VIK die wichtigsten Themenfelder:
- Eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke muss zum Erreichen der anspruchsvollen Klimaschutzziele sowie für eine sichere und wettbewerbsfähige Stromversorgung genutzt werden. Der finanzielle Vorteil muss auch zur Senkung der Strompreise für die Industrie führen – zur Vermeidung von „Carbon Leakage“, das schon jetzt und nicht erst ab 2013 ein Problem ist.
- Der Emissionshandel nach 2013 muss industrieverträglich umgesetzt werden, ohne dass dabei seine Lenkungswirkungen eingebüßt werden.
- Der gerade „erwachende“ Gasmarkt braucht politische Impulse hin zu echtem Wettbewerb und zu Regeln, die es der gasintensiven Industrie endlich ermöglichen, zu wettbewerbsgerechten Preisen Gas zu beschaffen und selbst zu transportieren. 
- Weitere staatliche Belastungen auf den Energieverbrauch müssen dringend vermieden werden.
Energiepolitik ist Standortpolitik! „Wir hoffen, auf eine ausgewogene, konsistente und auch innovative Energiepolitik der neuen Regierung! Die energieintensive Industrie möchte auf effiziente Weise Energie weiter in Deutschland nutzen, um ihre Innovationskraft und ihre Beiträge für Arbeitsplätze und Wohlstand einzubringen,“ so Dr. Loske.

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Klimawandel: Treffen in Bangkok muss für ehrgeiziges weltweites Abkommen spürbare Fortschritte bringen, 25.09.2009
Brüssel (EU) -
Die schwedische EU-Präsidentschaft und die Europäische Kommission haben heute die internationalen Verhandlungsführer aufgefordert, bei den am 28. September beginnenden und zwei Wochen dauernden Klimaschutzgesprächen in Bangkok entscheidende Fortschritte für ein weltweites Klimaschutzabkommen zu erreichen. Das Treffen in Bangkok ist die vorletzte Vorbereitungssitzung für die UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen, auf der das weltweite Abkommen geschlossen werden soll.
Hierzu erklärte Umweltkommissar Stavros Dimas: „Die EU hat eine umfassende Agenda für ein ehrgeiziges weltweites Abkommen erarbeitet, das notwendig ist, um den gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Jetzt, nachdem zwei Jahre lang diskutiert wurde, ist es an der Zeit, dass alle Beteiligten mit vollem Einsatz an der Vorbereitung der Beschlüsse arbeiten, die in Kopenhagen gefasst werden müssen. In Bangkok müssen entscheidende Fortschritte erzielt werden. Die Europäische Kommission hat kürzlich Vorschläge zur Finanzierung vorgelegt, die ein zentrales Thema dieser Verhandlungen bilden. Jetzt erwarte ich von unseren Partnern sowohl in den Industrieländern wie auch in den Entwicklungsländern, dass sie am Verhandlungstisch wesentlich mehr Nachdruck und Ehrgeiz zeigen."
Der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren ergänzte: „Die EU begrüßt Fortschritte wie z. B. die deutliche Anhebung der Emissionsreduktionsziele durch die neue japanische Regierung. Ebenso müssen die unlängst abgegebenen vielversprechenden Erklärungen der großen Schwellenländer zur Begrenzung des Emissionsanstiegs in konkrete Maßnahmen umgesetzt und in die Verhandlungen einbezogen werden. Die Botschaft des UN- und des G20-Gipfels muss in Bangkok Wirkung zeigen und berücksichtigt werden. Als politische Entscheidungsträger wollen wir zu einer Einigung kommen, und die Verhandlungsführer müssen sich auf den Kern ebenso wie auf die entscheidenden Faktoren konzentrieren."

Der Kopenhagen-Prozess
Die Verhandlungen zur Erarbeitung eines UN-Klimaschutzabkommens für die Zeit nach 2012, also nach Auslaufen der wichtigsten Bestimmungen des Kyoto-Protokolls, sollen auf der Konferenz in Kopenhagen am 7.-18. Dezember 2009 zum Abschluss gebracht werden. Die beiden letzten Vorbereitungssitzungen werden vom 28. September bis 9. Oktober in Bangkok und am 2.-6. November in Barcelona stattfinden.

Standpunkt der EU
Die EU drängt auf eine ehrgeizige und umfassende Vereinbarung, mit der verhindert werden soll, dass die globale Erwärmung gefährliche Ausmaße, also mehr als die von der Wissenschaft prognostizierten 2° C über den vorindustriellen Werten, erreicht. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen müssen die Industrieländer zur Einhaltung dieser Obergrenze ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 auf 25-40 % unter die Werte von 1990 verringern und die Entwicklungsländer den raschen Anstieg ihrer Emissionen auf etwa 15-30 % der Menge begrenzen, die ohne entsprechende Maßnahmen bis 2020 verursacht würde.
Die EU hat sich ohne Vorbedingung dazu verpflichtet, ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 20 % unter die Werte von 1990 zu senken, und setzt dieses Ziel mithilfe eines Klima- und Energiepakets ( IP/09/628 ) um. Außerdem hat die EU angekündigt, dass sie ihre Emissionen sogar um 30 % verringern würde, wenn andere Industrieländer sich zu vergleichbaren Reduktionen bereit erklären und die wirtschaftlich stärkeren Entwicklungsländer in angemessenem Umfang zu einer weltweiten Vereinbarung beitragen.
Am 10. September hat die Kommission einen globalen Plan zur Aufstockung der internationalen Finanzmittel vorgelegt, mit denen die Entwicklungsländer bei der Eindämmung ihrer Emissionen und der Anpassung an den Klimawandel unterstützt werden sollen ( IP/09/1297 ). Auf der Grundlage dieses Plans kann der Europäische Rat Ende Oktober den Standpunkt der EU zur Finanzierung festlegen.

Die Klimakonferenz in Bangkok
Bei den drei bisherigen offiziellen Verhandlungen in diesem Jahr wurden nur geringe Fortschritte erzielt. Die informelle Tagung vom vergangenen Monat in Bonn brachte als Ergebnis einen schlecht gegliederten und mit Einschüben gespickten Verhandlungstext von mehr als 250 Seiten. Dieser Entwurf muss in Bangkok radikal gestrafft und der Fortgang der Verhandlungen erheblich beschleunigt werden, wenn in Kopenhagen ein weltweites Abkommen erreicht werden soll.
Außerdem muss der Verhandlungsprozess effizienter gestaltet werden, etwa indem die Verhandlungen in kleinen parallelen Gruppen statt in großen Plenarsitzungen geführt werden. Es geht in erster Linie darum, sich in den für eine Vereinbarung in Kopenhagen wesentlichen Fragen zu einigen und entsprechende Fortschritte zu erzielen.

Kernpunkte für die EU sind
- verbindliche Emissionsreduktionen aller Industrieländer auf der Grundlage vergleichbarer Anstrengungen;
- angemessene Maßnahmen der Entwicklungsländer zur Begrenzung der Emissionen;
- ein Aktionsrahmen zur Anpassung an den Klimawandel;
- Maßnahmen zur Begrenzung der Entwaldung und zur Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in tropischen Gebieten;
- aktualisierte Regeln für die Anrechnung von Emissionsänderungen infolge von Landnutzung, veränderter Landnutzung und Forstwirtschaft;
- Ausweitung des internationalen CO 2-Handels zur Bereitstellung von Finanzmitteln für die Entwicklungsländer und zur Förderung kosteneffizienter Maßnahmen für die Emissionsverringerung;
- Bereitstellung internationaler öffentlicher Finanzmittel für die Entwicklungsländer zur Ergänzung der Finanzflüsse aus dem CO 2-Handel und innerstaatlicher Investitionen;
- ein umfassendes Paket für die Zusammenarbeit im Technologiebereich und für die finanzielle Unterstützung des beschleunigten Aufbaus einer CO 2-armen globalen Wirtschaft.

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EuGH stärkt die Rechte der Mitgliedstaaten im Klimaschutz, 25.09.2009
Essen (VIK) –
„Das aktuelle EuGH-Urteil macht deutlich: auch und gerade die Kommission muss sich an Richtlinien halten! Das Urteil beschränkt die EU-Kommission darin, beim Emissionshandel in die nationalen Zuteilungen von CO2-Zertifikaten einzugreifen, und setzt damit ein wichtiges Zeichen. Bei der Vielzahl der ausstehenden Ausgestaltungen zum Emissionshandel nach 2013, die in häufig sehr intransparenten Prozessen im Wesentlichen von der Kommission entwickelt und maßgeblich beeinflusst werden, kommt diese Botschaft zur rechten Zeit“, so Frau Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK – der Interessenvertretung der energieintensiven Industrie.
Die politischen Weichenstellungen, die für den Zertifikatehandel ab 2013 derzeit auf der Tagesordnung stehen, haben enorme Auswirkungen – entweder für eine industriefreundliche oder für eine industriefeindliche Ausgestaltung dieses herausfordernden, wirksamen Klimaschutzinstruments. Für Deutschland mit seiner breiten Industriestruktur steckt darin großes Schadenspotential. In den Entscheidungen von Rat und Parlament zur veränderten Richtlinie waren die richtigen Weichen in Richtung Schadensbegrenzung für die Industrie bei unverändert hohen Einsparungsanforderungen gestellt worden. Die Gefahr erscheint allerdings real, so der VIK, dass in den intransparenten Verfahren, in denen noch wesentliche Details festgelegt werden müssen, die EU-Kommission sehr weitgehend versucht, zurück zu rudern. Bei den vorgesehenen Ausgleichsmechanismen für indirekte Preiseffekte des Emissionshandels an stromintensive Unternehmen, mit denen diese Verbraucher über die Stromrechnung letztlich die CO2-Zertifikate für die Stromerzeuger erwerben, gilt dies in besonderem Maße. Von den Mitgliedsstaaten gewollt und in der Richtlinie verankert könnte nach „Weichspülung“ der EU-Kommission davon nur noch ein Schatten übrig bleiben. Hier bringt das EuGH-Urteil mit seiner klaren Ansage für die EU-Kommission einen Hoffnungsschimmer gerade für ein dicht besiedeltes Industrieland wie Deutschland.
„Das Urteil ist kein Schlag gegen den Klimaschutz, sondern das Einfordern der Einhaltung von „Spielregeln“, ohne deren Beachtung ein ambitionierter europäischer Klimaschutz langfristig keine Chance hätte.“, so Dr. Frau Loske.

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Gabriel reist zu Klimagipfel der UN nach New York, 21.09.2009
"Industrie- und Entwicklungsländer müssen ihre Verhandlungsangebote nachbessern"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel reist heute nach New York zum Klimagipfel der Vereinten Nationen. Gabriel vertritt die Bundeskanzlerin bei dem Treffen, zu dem UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Staats- und Regierungschefs eingeladen hat, um die ins Stocken geratenen Klimaverhandlungen voranzubringen.
"Die internationalen Klimaverhandlungen brauchen dringend einen politischen Impuls, um voranzukommen", sagte Gabriel vor seiner Abreise. "Die Angebote der Industrie- und Entwicklungsländer vor der internationalen Klimakonferenz in Kopenhagen reichen bisher noch nicht aus, um die schlimmsten Klimafolgen zu vermeiden und Klimasicherheit zu gewährleisten. Ich erwarte, dass der Gipfel in New York diesen politischen Impuls geben wird."
Die Staats- und Regierungschefs sollten in New York klarstellen, dass sie persönlich für den erfolgreichen Abschluss der Klimaverhandlungen in Kopenhagen einstehen, so Gabriel weiter. Die Industrieländer müssten sich zu einer konsequenten Minderung der Treibhausgase verpflichten. "Es geht darum, dass wir jetzt umsteuern. Deshalb brauchen wir ambitionierte Mittelfristziele der Industrieländer. Insbesondere die USA und Russland sollten ihre Angebote nachbessern."
Andererseits müssten die Entwicklungsländer, insbesondere die großen Schwellenländer, erklären, welche Beiträge zur Minderung der Treibhausgase bis 2020 sie aus eigener Kraft leisten können. Gleichzeitig sollten sie erklären, welche weitergehenden Minderungsmaßnahmen sie ergreifen würden, wenn deren Finanzierung sichergestellt wird.
Sowohl bei der Minderung der Treibhausgase in Entwicklungsländern wie auch bei der Anpassung an den Klimawandel ist eine gesicherte Finanzierung der Schlüssel zum Erfolg in Kopenhagen. Emissionsmindernde Investitionen müssen im Wesentlichen über den Kohlenstoffmarkt finanziert werden. Der Kohlenstoffmarkt muss erweitert werden, hierfür sind die Regeln festzulegen. Je ambitionierter die Minderungsziele der Industrieländer sind, umso geringer ist der Bedarf an Mitteln aus öffentlichen Haushalten.
Gabriel: "Klar ist: Wird nicht schnell und energisch genug umgesteuert, wird es zu gravierenden Veränderungen des Weltklimas kommen. Statt einer Spirale der Verantwortungslosigkeit müssen wir eine Kaskade der Verantwortung organisieren. Um ein Abkommen zu erlangen, das fair und akzeptabel ist und die drastischsten Folgen des Klimawandels verhindert, müssen alle - Industrie- und Entwicklungsländer - ihre Angebote zu Minderung und Finanzierung nachbessern und handfest machen."

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Gabriel begrüßt die Vorschläge aus Brüssel zur Finanzierung von Klimaschutz in Entwicklungsländern , BMU 10.09.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Gabriel hat den Vorschlag der EU-Kommission zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern begrüßt. Gabriel: "Damit wird die EU ihrer Vorreiterrolle gerecht und bringt Bewegung in die Diskussion, um einen erfolgreichen Abschluss der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt in der Vorbereitungsphase mit konkreten Zahlen befassen. Damit kann die EU im Oktober ihre weitere Verhandlungslinie festklopfen." Die Kommission schlägt vor, dass die EU bis zu 15 Mrd. Euro pro Jahr zur Verfügung stellt.
Die EU-Kommission hat einen Finanzbedarf für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern in Höhe von ca. 100 Mrd. Euro errechnet. Dies entspreche seinen Erwartungen, betonte Gabriel. Wirtschaftlich fortgeschrittene Staaten, insbesondere Industrieländer, sollen diesen gewaltigen wirtschaftlichen Umbau mit bis zu 50 Mrd. Euro pro Jahr unterstützen, die EU soll davon 15 Mrd. Euro übernehmen. Die Entwicklungsländer verlangen für einen erfolgreichen Abschluss der Klimakonferenz in Kopenhagen konkrete Finanzzusagen der Industrieländer.
Nach dem Vorschlag müssen entsprechend dem jährlich steigenden Bedarf auch die Finanzhilfen steigen. Laut EU-Kommission muss der Gesamtbedarf durch Eigenleistungen der Entwicklungsländer, private Investitionen und öffentliche Finanztransfers vor allem aus Industrieländern gedeckt werden. Nach Einschätzung der EU-Kommission müssen letztere bis 2020 auf eine Summe von 22 bis 50 Mrd. Euro ansteigen; davon sind etwa 2 bis 15 Mrd. Euro von der EU bereitzustellen. Dieser Beitrag ist abhängig von den eigenen Leistungen der Entwicklungsländer. Aufgebracht werden soll die Summe von Industrie- und Schwellenländern auf Grundlage eines international vereinbarten Beitragsschlüssels, der zum einen auf dem Wohlstand eines Landes, andererseits verursacherbezogen auf seinen Emissionen aufbaut. Zur Gegenfinanzierung sind insbesondere die Erlöse aus der Versteigerung der EU-Emissionshandelszertifikate heranzuziehen.

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Klimawandel: EU-Kommission präsentiert globalen Finanzierungsentwurf für ehrgeizige Maßnahmen von Entwicklungsländern, EU 10.09.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission hat heute einen Entwurf zur Aufstockung der internationalen Finanzmittel vorgelegt, mit denen die Entwicklungsländer bei der Bekämpfung des Klimawandels unterstützt werden sollen. Ziel dieser Initiative ist es, maximale Chancen für den Abschluss eines ehrgeizigen globalen Klimaschutzabkommens auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen zu eröffnen. Bis 2020 könnten den Entwicklungsländern bei der Eindämmung der Treibhausgasemissionen und den Anpassungen an die Folgen des Klimawandels zusätzliche jährliche Kosten von etwa 100 Mrd. EUR entstehen. Ein Großteil des Finanzbedarfs muss aus innerstaatlichen Quellen und durch die Erweiterung des internationalen CO 2 -Markts gedeckt werden, doch darüber hinaus könnten internationale öffentliche Finanzmittel in Höhe von 22-50 Mrd. EUR pro Jahr erforderlich werden. Deshalb schlägt die Kommission vor, dass sich die Industrie- und die Schwellenländer entsprechend ihrem Anteil am Emissionsaufkommen und ihrer Wirtschafts­kraft an dieser öffentlichen Finanzierung beteiligen. Dies könnte für die EU bis 2020 eine Beitragsleistung von etwa 2-15 Mrd. EUR jährlich bedeuten, sofern in Kopenhagen eine ehrgeizige Vereinbarung erreicht wird.
Hierzu erklärte EU-Kommissionspräsident Barroso: „Weniger als 90 Tage bis zur Konferenz von Kopenhagen müssen wir spürbare Fortschritte in diesen Verhandlungen erreichen. Aus diesem Grund legt die Kommission jetzt den ersten konkreten Vorschlag zur möglichen Finanzierung der Maßnahmen gegen den Klimawandel vor. Hierbei mag es um erhebliche aufzubringende Summen gehen, doch sind diese ehrgeizigen Beträge gleichzeitig auch fair verteilt. Ich bin entschieden dafür, dass Europa hier weiterhin eine Vorreiterrolle übernimmt, aber andere Industrieländer und die Schwellenländer müssen ebenfalls einen Beitrag leisten.“
Umweltkommissar Stavros Dimas fügte hinzu: „Die Europäische Union hat eine Vorreiterrolle gespielt, indem sie sich zu ehrgeizigen Emissionsverringerungen verpflichtet und Maßnahmen zur ihrer Verwirklichung vereinbart hat. Wir haben bei der Erreichung unserer Klimaschutzziele von Kyoto schon gute Fortschritte erzielt. Jetzt müssen wir bei den Verhandlungen in Kopenhagen den toten Punkt überwinden. Aus diesem Grunde hat die Kommission einen ausgewogenen Entwurf vorgelegt, der zeigt, wie die erforderlichen Maßnahmen der Entwicklungsländer zur Eindämmung des Emissionsanstiegs und zur Anpassung an den Klimawandel finanziert werden könnten. In unserer Initiative kommt die strategische Bedeutung zum Ausdruck, die wir einer wirkungsvollen Vereinbarung von Kopenhagen beimessen."

Internationale Verhandlungen
Auf der Klimakonfer enz vom 7.-18. Dezember in Kopenhagen sollen die Verhandlungen über ein globales Klimaschutzabkommen im Anschluss an das Kyoto-Protokoll zum Abschluss gebracht werden. Die EU setzt sich für ein ehrgeiziges und umfassendes Abkommen ein, mit dem verhindert werden soll, dass die globale Erwärmung das von den Wissenschaftlern prognostizierte gefährliche Ausmaß von mehr als 2° C über der vorindustriellen Temperatur erreicht.

Finanzbedarf
Nach den bestmöglichen Schätzungen der Kommission benötigen die Entwicklungs­länder zur Eindämmung der Emissionen und Anpassung an den Klimawandel im Falle eines ehrgeizigen weltweiten Abkommens bis 2020 Finanzmittel in Höhe von etwa 100 Mrd. EUR jährlich.
Hierbei sollten drei Hauptfinanzquellen zur Anwendung kommen: Innerstaatliche öffentliche und private Mittel in den Entwicklungsländern könnten 20-40 %, der internationale CO 2 -Markt etwa 40 % und internationale öffentliche Finanzmittel den restlichen Finanzbedarf decken.

1. Innerstaatliche Finanzierungsquellen
In den Entwicklungsländern müssen ebenso wie in den Industrieländern private innerstaatliche Finanzierungsquellen für einen Großteil der Investitionen zur Emissionsbekämpfung aufkommen.

2. Ausweitung des CO 2 -Markts
Nach Schätzungen der Kommission könnte ein gut strukturierter, ausgeweiteter internationaler CO 2 -Markt bis 2020 Finanzströme in Höhe von 38 Mrd. EUR in die Entwicklungsländer lenken. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Industrieländer, wie von der EU vorgeschlagen, gemeinsam eine Emissions­verminderung um 30 % zum Ziel setzen und für die Schwellenländer anstelle des projektbezogenen Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung eine sektorspezifische Gutschriftenregelung eingeführt wird.

3. Internationale öffentliche Finanzmittel
Je ehrgeiziger der CO 2 -Markt angelegt ist, desto geringer ist der Finanzbedarf aus internationalen öffentlichen Quellen. Internationale öffentliche Finanzmittel sollten nicht nur von den Industrieländern, sondern auch von den wirtschaftlich stärker entwickelten Schwellenländern bereitgestellt werden. Der Beitrag sollte sich bei jedem Land nach einem vereinbarten Berechnungsschlüssel richten, der den jeweiligen Anteil an den Emissionen und die Wirtschaftskraft berücksichtigt. Je nachdem, wie diese Kriterien gewichtet werden, würde der Beitrag der EU zu der internationalen Finanzierung für die Entwicklungsländer zwischen 10 % und 30 % des Gesamtbetrags liegen.
Nach Auffassung der Kommission benötigen die Entwicklungsländer im Jahr 2013 internationale öffentliche Mittel in Höhe von schätzungsweise 9- 13 Mrd. EUR; dieser Betrag dürfte bis 2020 auf 22-50 Mrd. EUR jährlich ansteigen. Dies würde 2013 einen Beitrag der EU in Höhe von 900 Mio.-3,9 Mrd. EUR bzw. bis 2020 jährliche Beiträge seitens der EU von 2-15 Mrd. EUR erforderlich machen.

Anschubfinanzierung
Wird ein zufriedenstellendes Verhandlungsergebnis in Kopenhagen erzielt, so könnten die internationalen öffentlichen Mittel für die Entwicklungsländer im Zeitraum 2010-2012 durch eine Anschubfinanzierung aufgestockt werden. Hierfür dürften in dem genannten Zeitraum etwa 5 -7 Mrd. EUR erforderlich sein.
Der Beitrag der EU beliefe sich bei Anwendung des vorgeschlagenen gemeinsamen Berechnungsschlüssels auf 500 Mio.-2,1 Mrd. EUR jährlich. Die Kommission schlägt jedoch vor, dass die EU einen höheren Beitrag in Betracht zieht.

Weitere Schritte
Das Europäische Parlament und der Rat werden aufgefordert, die Kernpunkte der Mitteilung zu prüfen.

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Franzosen zahlen künftig 17 EUR pro Tonne CO2, Dow Jones 10.09.2009
CULOZ (AFP)-
Damit die französischen Haushalte und Unternehmen auf Dauer weniger Treibhausgase verursachen, erhebt die Regierung ab nächstem Jahr eine Klimasteuer in Höhe von 17 EUR/t Kohlendioxidausstoß. Dies bedeute, dass Heizöl und Diesel um 4,5 cts/l teurer würden und der Sprit um 4 cts, sagte Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy am Donnerstag in Culoz im Landesinneren. Die neue Steuer solle an anderer Stelle „ausgeglichen“ werden: durch eine Minderung der Einkommensteuer oder einen „grünen Scheck“ für diejenigen Haushalte, die keine Einkommensteuer zahlen. Sie werde nicht dazu führen, dass die Abgaben insgesamt anstiegen, betonte Sarkozy. Auf Strom werde keine Abgabe erhoben, weil er in Frankreich hauptsächlich aus Atomkraft entstehe und deshalb wenig Kohlendioxid (CO2) verursache.
Außerdem hätte es „keinen Sinn“, den Franzosen einerseits Elektroautos sowie Sonnenkollektoren und Wärmepumpen schmackhaft zu machen und sie andererseits höher zu besteuern, sagte der Präsident. Die sozialistische Opposition, die Grünen und der Leiter einer von der Regierung beauftragten Expertengruppe hatten sich dafür ausgesprochen, die Umweltsteuer auch auf Strom zu erheben. Die Klimasteuer solle dazu führen, dass die Franzosen ihr Verhalten „dauerhaft umstellen“, sagte Sarkozy. Für Branchen wie das Transport- und Verkehrswesen sowie die Landwirtschaft und die Fischerei, die besonders von Treibstoffen abhängen, werde die Regierung „in den kommenden Wochen“ Mittel und Wege finden, damit sie nicht übermäßig bestraft würden. Mit der CO2-Abgabe will Frankreich sich seinem Ziel nähern, den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2050 auf Grundlage des Jahres 1990 auf ein Viertel zu senken. Fachleute hatten eine Besteuerung von 32 EUR/t CO2 vorgeschlagen, um die Menschen zum Umdenken zu bringen.

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Frankreich führt CO2-Steuer für alle ein, Dow Jones 04.09.2009
PARIS (Dow Jones)-
Frankreich führt 2010 für Haushalte und Unternehmen eine Energiesteuer auf den CO2-Ausstoß ein. Pro Tonne würden 14 EUR fällig, erklärte Premierminister François Fillon dem „Figaro Magazine“. Eine Expertenkommission hatte zuvor sogar 32 EUR je Tonne vorgeschlagen. Privatpersonen müssen künftig für Gas, Öl oder Kohle mehr zahlen, aber nicht für den aus Kernkraft gewonnenen Strom. Zum Ausgleich sollen die Einkommensteuern oder Sozialabgaben sinken. Zum Ausgleich der Mehrkosten für die Unternehmen wird die Gewerbesteuer zum Jahreswechsel abgeschafft. Die großen Energieverbraucher wie die Stahl-, Glas- und Chemieindustrie, die bereits dem Quotensystem unterliegen, sind von der Steuer befreit. Die Regierung erwartet 4 Mrd EUR Einnahmen aus der CO2- Steuer. Sie vermeidet dabei möglichst das Wort Steuer und spricht von einem Klimabeitrag. Die französischen Grünen unterstützen das Projekt, die Sozialisten sind darüber zerstritten. Die frühere PS-Umweltministerin Ségolène Royal sprach von einer „unwirksamen neuen Steuer, die den Franzosen die Kaufkraft nimmt“. Man solle die Umweltverschmutzer zur Kasse bitten und die „Superprofite der Ölkonzerne“ höher besteuern.

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Das Klimaschutzpotenzial der globalen Ökosysteme mobilisieren, BMU 03.09.09
Leistungen der Korallenriffe in Milliardenhöhe und die Existenzgrundlagen von einer halben Milliarde Menschen gefährdet
Berlin (BMU) -
Investitionen in die Wiederherstellung und Erhaltung der mit einem Wert von mehreren Billionen Dollar bezifferten Ökosysteme dieser Erde - von Wäldern und Mangroven bis zu Feuchtgebieten und Flusseinzugsgebieten- können eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit anfälliger Wirtschaftssysteme gegenüber Klimaschwankungen und ­änderungen spielen. Dies ist eine der wichtigsten Erkenntnisse von TEEB, einem globalen Projekt zur Untersuchung der Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität (The Economics of Ecosystems and Biodiversity", TEEB), das heute einen neuen Sachstandsberichts zur Klimaproblematik veröffentlichte. TEEB wurde von Deutschland und der Europäischen Kommission auf Vorschlag der G8+5-Umweltminister (Potsdam, Deutschland, 2007) initiiert zur Untersuchung des ökonomischen Werts der Verlust biologischen Vielfalt. Die Studie wird unter der Schirmherrschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) durchgeführt. Der Zwischenbericht wurde heute vom Leiter der TEEB-Studie Pavan Sukhdev zusammen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Karl Falkenberg, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt bei der EU-Kommission, sowie dem Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor von UNEP Achim Steiner vorgestellt. Dem Bericht zufolge werden die biologische Vielfalt ­ die 'ökologische Infrastruktur' unseres Planeten ­ zunehmend von den Auswirkungen steigender Treibhausgasemissionen bedroht. Dabei seien natürliche Ökosysteme einer der wichtigsten, noch nicht mobilisierten Verbündeten im Kampf gegen die größte Herausforderung für unsere Generation, heißt es in dem Bericht, der im Rahmen der Vorarbeiten für eine abschließende Studie im Jahr 2010 erstellt wurde.

Ankurbelung des Minderungs- und Anpassungsmotors der Natur
Der Sachstandsbericht weist ausdrücklich darauf hin, dass eine Finanzierungsvereinbarung für den Bereich Wälder für die Regierungen, die im Dezember an der entscheidenden Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in Kopenhagen teilnehmen, hohe Priorität habe. Schätzungsweise fünf Milliarden Tonnen bzw. 15 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Kohlendioxid - dem wichtigsten Treibhausgas - werden jährlich von den Wäldern absorbiert oder 'sequestriert', die somit einen zentralen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels leisten. Dies könnte auch als 'grüner Kohlenstoff' bezeichnet werden. Investitionen in Maßnahmen auf Ökosystemebene, z. B. zur Reduzierung der Emissionen aus der Entwaldung und Waldschädigung in Entwicklungsländern ("Reduced Emissions from Deforestation and forest Degradation", REDD), könnten aber nicht nur zur Bewältigung des Klimawandels beitragen, sondern auch eine wirksame Armutsbekämpfungs- und Anpassungsmaßnahme sein. Wälder stellen auch Leistungen wie etwa Trinkwasser, die Stabilisierung des Bodens, Nährstoffe für die Landwirtschaft, Möglichkeiten für Ökotourismus sowie Nahrung, Fasern und Brennstoffe bereit – die allesamt eine wichtige Pufferfunktion erfüllen, um anfällige Bevölkerungsgruppen vor den Auswirkungen des bereits in Gang befindlichen Klimawandels zu schützen.
TEEB fordert die Regierungen nachdrücklich auf, diese weiter gehenden Vorteile in ein waldbezogenes Emissionshandelspaket einzubeziehen, um das positive Echo des Abkommens von Kopenhagen möglichst weit in die Zukunft zu tragen. Damit könnte der Weg für eine neue 'Grüne Wirtschaft' im 21. Jahrhundert bereitet werden, in der Naturgüter bzw. naturbezogene Güter fester Bestandteil der allgemeinen Wirtschafts- und Politikplanung sind. Laut Aussage des TEEB-Berichts können die Regierungen schon jetzt Schritte zur Einbeziehung der Ökosystemleistungen in ihre volkswirtschaftliche Gesamtrechnung unternehmen, um "zu messen, was sie managen". Zur Unterstützung wird eine Aktualisierung des Handbuchs der Vereinten Nationen zur integrierten umweltökonomischen Gesamtrechnung aus dem Jahr 2003 und die Einbeziehung des Waldkohlenstoffs vorgeschlagen. Die genaue Höhe der erforderlichen Investitionen zur Erhaltung und Stärkung der Kohlenstoffspeicherungs- und Anpassungsleistungen der Ökosysteme in einer vom Klimawandel bedrohten Welt ist zwar noch nicht bekannt, doch die aktuellen Zwischenergebnisse von TEEB weisen darauf hin, dass die ökologische Infrastruktur der Erde ein vorzügliches Renditepotenzial bietet. So könnten beispielsweise allein durch eine 45-Milliarden-US-Dollar-Investition in Schutzgebiete naturbezogene Leistungen im Wert von 5 Billionen US-Dollar pro Jahr gesichert werden.

Notstand der Korallenriffe: Ein Ökosystem am Rande einer klimabedingten Katastrophe
Der Bericht stellt auch einige der Konsequenzen heraus, mit denen wir rechnen müssen, wenn es den Regierungen nicht gelingt, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und in Kopenhagen ein ehrgeiziges Abkommen zu besiegeln. TEEB spricht von einem ‚Korallenriff-Notstand’, der aufgrund des aktuellen Anstiegs der Treibhausgaskonzentrationen bereits Realität geworden ist. Wissenschaftler von TEEB weisen darauf hin, dass es bei atmosphärischen CO2-Konzentrationen von mehr als 350 ppm zu einer irreversiblen Schädigung der Korallenriffe kommen kann. Das hängt nicht nur mit steigenden Temperaturen zusammen, sondern auch mit der zunehmenden Versauerung der Meere. Die Konzentrationen liegen bereits jetzt über diesem Grenzwert und steigen weiter an. Ein Einpendeln der CO2-Konzentrationen auf einem Niveau von 450 ppm (etwa 16 Prozent über den aktuellen Werten) könnte innerhalb weniger Jahrzehnte zur vollständigen Vernichtung dieses wichtigen Ökosystems führen, das Ökosystemdienstleistungen in Milliardenhöhe pro Jahr liefert und gleichzeitig die Existenzgrundlage von einer halben Milliarde Menschen darstellt. Pavan Sukhdev, Leiter der TEEB-Studie, der von der Deutschen Bank für diese Aufgabe abgestellt wurde, erklärte, dass uns durch den Verlust der weltweiten Korallenriffe einer der produktivsten Naturschätze der Erde verloren gehen würde, der für den Schutz der Küsten vor künftig zunehmenden Sturmfluten und anderen durch den Klimawandel bedingten extremen Wetterereignisse eine Schlüsselrolle spielt. Sukhdev sagte: "Die Ökosystemleistungen der Korallenriffe - die vom Küstenschutz bis zu Fischzuchtanlagen reichen - haben einen Wert von bis zu 170 Milliarden US-Dollar pro Jahr; die Existenz von rund einer halben Milliarde Menschen hängt von ihnen ab, und über ein Viertel aller in der Meeresumwelt vorkommenden Fischarten sind auf die Korallenriffe angewiesen."
Sukhdev fügte hinzu: "Die Klimaschutzziele vieler Regierungen könnten sich zwar für manche Ökosysteme und manche Bestandteile der biologischen Vielfalt als ausreichend erweisen, doch das Überleben der weltweiten Korallenriffe und ihrer natürlichen Schätze ist inzwischen ganz konkret in Frage gestellt." Pavan Sukhdev, der auch die Federführung der Green Economy Initiative (GEI) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen innehat, fuhr fort: "Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend, und dasselbe gilt auch für die sozialen und die humanitären Folgen. Dies zeigt in aller Deutlichkeit, dass eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse allein nicht ausreicht, um die ethischen Dimensionen internationaler klimapolitischer Entscheidungen jetzt und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu erfassen insbesondere im Hinblick auf ein Ökosystem, das sich an einem klimatischen Wendepunkt befindet."
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erklärte: "Die Anfälligkeit des Menschen gegenüber den negativen Auswirkungen des globalen Klimawandels hat sich durch den Rückgang der biologischen Vielfalt erheblich verschärft. TEEB ist ein Beweis, dass der Schutz und die Wiederherstellung der ökologischen Infrastruktur kostengünstige und wirksame Mittel sind, um die globalen Klimaänderungen und ihre Folgen zu bremsen. Für mich ist die ökologische Wiederherstellung ein außerordentlich wichtiges Instrument bei der Bewältigung des globalen Klimawandels, dem Ausbau der Kohlenstoffsenken und der Verbesserung ihrer Funktion sowie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Was wir jetzt brauchen, ist ein Durchbruch in Kopenhagen. Wir müssen erkennen, dass die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Ökosysteme und die Bewahrung der biologischen Vielfalt unseres Planeten elementare Bestandteile der Minderungs- und Anpassungsstrategien sind."
Karl Falkenberg, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission erklärte: "Diese TEEB-Ergebnisse zeigen, dass Klimawandel und Biodiversitätsverlust gemeinsam bekämpft werden müssen. Sie unterstützen auch das Ziel der EU, in Kopenhagen zu einem konkreten und ehrgeizigen Abkommen zu gelangen, das sowohl eine Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen als auch die Schaffung globaler Mechanismen zum Stopp der Tropenwaldabholzung einschließt. Ohne eine Abschwächung der Klimaänderungen werden wir es einfach nicht schaffen, den Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Und ohne die Sicherung unserer wertvollen Ökosysteme und biologischen Vielfalt werden wir nicht in der Lage sein, die Klimaänderungen zu mindern oder uns daran anzupassen."
Achim Steiner, Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen und Exekutivdirektor von UNEP, erklärte: "Es zeichnet sich klar ab, dass Investitionen in die Ökosystem-Infrastruktur unseres Planeten beides schaffen können: Erfolge der grünen Wirtschaft bei der Drosselung und Reduzierung der Emissionen bei gleichzeitiger Unterstützung anfälliger Gemeinschaften in ihren Anpassungsbemühungen."
Er fügte hinzu: "Derzeit erwägen die Regierungen Investitionen in Milliardenhöhe in die CO2-Abscheidung und -Speicherung in Kraftwerken. Vielleicht ist es an der Zeit, dies einer umfassenden Kosten-Nutzen-Analyse zu unterziehen, um herauszufinden, ob sich die technologische Option mit der CO2-Abscheide- und Speicherfähigkeit der Natur messen kann - einem natürlichen System, das über Jahrmillionen immer perfekter geworden ist und eine Vielzahl zusätzlicher Vorteile von der Wasserversorgung bis zur Umkehr der Verlustrate biologischer Vielfalt bietet."

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Klimawandel: Kommission begrüßt vorläufige Zahlen für 2008 über weitere EU-Fortschritte bei der Erreichung der Kyoto-Ziele, 02.09.2009
EU (Brüssel) -
Die Kommission begrüßt die heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2008, wonach die EU-Treibhausgasemissionen das vierte Jahr in Folge zurückgegangen sind. Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur sind die Emissionen in den alten Mitgliedstaaten der EU-15 im Jahr 2008 gegenüber 2007 um 1,3% gesunken, so dass sie jetzt um 6,2 % unter den Werten des Ausgangsjahres (in den meisten Fällen 1990) liegen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt der EU-15 bei der Verwirklichung ihrer Ziele aus dem Kyoto-Protokoll, wonach die Emissionen im Zeitraum 2008-2012 so stark vermindert werden sollen, dass sie am Ende der Verpflichtungsperiode um 8 % unter den Werten des Ausgangsjahres liegen werden. Die Emissionen der EU-27 als Ganze sind 2008 um schätzungsweise 1,54 % gefallen, so dass sie nunmehr um 13,6 % unter den Werten des Ausgangsjahres liegen. Hierzu erklärte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas: „Diese vorläufigen Zahlen sind ein weiterer Beleg dafür, dass - auch wenn ein Teil der  Emissionsverringerungen auf die nachlassende Wirtschaftstätigkeit zurückgehen dürfte - die EU bei der Verwirklichung ihrer Kyoto-Ziele schon bedeutende Fortschritte vorzuweisen hat. Diese Entwicklung muss in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Die EU hat bereits gezeigt, dass sie ihre Emissionen erfolgreich vom Wirtschaftswachstum abkoppeln kann. Durch die rasche Umsetzung des EU-Klima- und Energiepakets dürfte dieser Trend neue  Impulse erhalten. Dies ist eine Botschaft an den Rest der Welt gerade im Vorfeld zu der Klimakonferenz, die im Dezember in Kopenhagen stattfindet."

Erstmals vorläufige Schätzungen
Die vorläufigen Zahlen für 2008 beruhen auf verschiedenen Quellen von Wirtschaftsdaten, die auf nationaler und EU-Ebene veröffentlicht wurden, so auch den geprüften Emissionen der Unternehmen, die am EU-Emissionshandelssystem teilnehmen, wobei die Daten für 2008 hier einen Rückgang um 3 % ausweisen (vgl. IP/09/794). Mit den vorläufigen Zahlen wurden erstmals offizielle Schätzungen über die EU-Treibhausgasemissionen des Vorjahres angestellt. Bislang hat die EU-Umweltagentur gewartet, bis die Mitgliedstaaten ihre vollständige Emissionsaufstellung erarbeitet hatten. Erst danach, etwa 18 Monate nach Ende des betreffenden Jahres, wurden dann die EU-weiten Ergebnisse veröffentlicht. Für das Jahr 2007 war dies Ende Mai des jetzigen Jahres (vgl. IP/09/851).

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Krise hilft EU 2008 bei CO2-Reduzierung, Dow Jones, 01.09.2009
BRÜSSEL (Dow Jones) -
2008 war das vierte Jahr in Folge, in dem die Mitgliedstaaten der Europäischen Union weniger Kohlendioxid emittiert haben als im Vorjahr. Das teilten die Europäische Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen und die EU-Kommission am Montag mit. Die EUA führt den Rückgang zum Großteil auf die wegen der Weltwirtschaftskrise verminderte Industrieproduktion zurück. Die 15 „alten“ EU-Staaten, die sich auf verbindliche Kyoto-Klimaschutzziele verpflichtet haben, reduzierten ihren CO2-Ausstoß demnach im Vergleich zu 2007 um 1,3% und haben ihre Emissionen seit 1990 damit um rund 6,2% vermindert. Das Kyoto-Ziel schreibt 8% Einsparungen bis 2012 vor. Alle 27 EU-Staaten hätten ihre CO2-Emissionen seit 2007 um 1,5% und seit 1990 um 10,7% verringert, teilte die EUA mit. Die osteuropäischen EU-Staaten haben lediglich individuelle, unverbindliche Kyoto-Ziele, die sie allerdings wegen des Zusammenbruchs der Industrie nach 1990 zumeist übererfüllen. Die geprüften Emissionen der Industrieanlagen, die dem EU-Emissionshandelssystem unterliegen, seien von 2007 bis 2008 um 3,9% zurückgegangen, teilte die EUA weiter mit. Bei den Daten handelt es sich um offizielle Schätzungen für 2008, die erstmals vorgelegt wurden. Der offizielle Emissionsbericht erscheint immer erst 18 Monate nach Ablauf des Berichtsjahres. Hauptsächlich sei der Rückgang der Emissionen 2008 auf die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise zurückzuführen, heißt es in dem Bericht der EU-Agentur. Die Krise habe zur Drosselung von Produktion und Energieverbrauch in der Industrie geführt.

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Emissionshandel: ECX-CEO Birley warnt vor Betrug im deutschen CO2-Markt, 18.08.2009
FRANKFURT (Dow Jones)-
Der CEO der Londoner European Climate Exchange (ECX), Patrick Birley, warnt davor, dass der deutsche Markt für CO2-Emissonszertifikate zum Ziel von Umsatzbetrügern wird. „Wir haben es hier mit einer ernsten Bedrohung für den CO2-Markt zu tun, der zumindest in Frankreich, den Niederlanden und zuletzt in Großbritannien ein Riegel vorgeschoben wurde“, sagte der CEO der größten europäischen CO2-Börse im Gespräch mit Dow Jones TradeNews Energy. Birley bezieht sich mit seiner Aussage auf Umsatzsteuer-Betrugsfälle in den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien. Das britische Schatzamt setzte daraufhin Ende Juli die Mehrwertsteuer beim Handel mit Emissionszertifikaten auf Null. Frankreich und die Niederlande hatten vorher bereits ähnliche Maßnahmen ergriffen: Während die französischen Behörden den Emissionshandel von der Steuerpflicht befreiten, führten die Niederländer eine so genannte Reverse Charge ein. Dabei führt der Käufer die Umsatzsteuer direkt ans Finanzamt ab.
Um einer Entwicklung wie in anderen EU-Ländern vorzubeugen, drängt Birley auf eine schnelle Reaktion der deutschen Steuer- und Finanzbehörden. Neben der Gefahr eines Reputationsverlusts für etablierte Marktteilnehmer bei ungewollter Einbindung in so genannte Karussell-Geschäfte, könne allein die Möglichkeit von Umsatzsteuerbetrug – auch unter Umgehung redlicher Marktteilnehmer – für Vertrauensverluste in den CO2-Markt sorgen. Nachdem in den drei genannten Staaten die Schlupflöcher für den Steuerbetrug gestopft worden seien, sei es aufgrund des standardisierten europäischen CO2-Handels für entsprechende Betrugsorganisationen kein größerer Aufwand, ihre Aktivitäten in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand auf andere bedeutende CO2-Märkte wie Deutschland oder Spanien auszurichten. Deutschland gilt als größter CO2-Emmittent im ETS-System der Gemeinschaft. Offensichtlich handelte es sich bei den beobachteten Fällen, um so genannte Karussell-Geschäfte. Beim grenzüberschreitenden Handel fällt die Umsatzsteuer im Land des Käufers an. Der Käufer muss den vereinbarten Preis plus Mehrwertsteuer an den Verkäufer entrichten. Im Rahmen des Vorsteuerabzugs erhält der Käufer die Steuer binnen kurzer Frist vom Fiskus zurück. Der Verkäufer dagegen hat mehr Zeit, die eingenommene Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen. Verschwindet der Verkäufer vom Markt – wie beim Karussel- Betrug üblich –, bleibt der Staat  auf seiner Steuerforderung sitzen. Während der Steuerzahler die Zeche übernimmt, kann der Käufer die Zertifikate umsatzsteuerneutral in das Ausgangsland zurückverkaufen. Der Kreislauf kann dann von vorne beginnen.
Bei einer Marktumfrage von Dow Jones TradeNews Energy berichteten für deutsche Banken, Energieversorger und unabhängige Handelshäuser tätige Händler auch bereits von einer zuletzt spürbar gestiegenen Zahl äußerst fragwürdiger Handelsanfragen für OTC-Geschäfte in den vergangenen Wochen. Das Potenzial für Betrugsgeschäfte sehen Marktteilnehmer angesichts des Fehlens eines liquiden Handelsplatzes in Deutschland bisher vor allem im OTC Geschäft. Meist handele es sich bei den auffälligen Anfragen um für die aktuelle Marktsituation vollkommen ungewöhnlich große Losgrößen zwischen 200.000 t und 250.000 t CO2, die möglichst innerhalb eines Tages abgewickelt werden sollten. Statt im bilateralen Handel zunächst die üblichen Rahmenverträge der International Emissions Trading Association (IETA) oder des Verbands der Europäischen Energiehändler (EFET) abzuschließen, drängten die verdächtigen Unternehmen auf kurze und wenig detaillierte Verträge und eine Abwicklung innerhalb von einem bis zwei Tagen. Mittlerweile sind offenbar auch die deutschen Behörden über den Umsatzsteuerbetrug alarmiert. Wie ein Sprecher der deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) sagte, haben mehrere Länderfinanzbehörden, Städte sowie die Steuerfahndung um Amtshilfe gebeten. Nach Aussage des Sprechers wurden auf einigen deutschen Personenkonten „auffällige Transaktionsmuster“ festgestellt. Nach Angaben der DEHSt müsse in Deutschland auch geprüft werden, ob es Absprachen mit emissionshandelspflichtigen Anlagenbetreibern gegeben hat. „Wir haben es hier mit breit vernetzten und professionellen Akteuren zu tun,“, sagte Birley, der aufgrund des Themas zuletzt eng mit den britischen Behörden in Verbindung stand. So müssten entsprechende Unternehmen nicht zwangsläufig die Handelszulassungsbedingungen von Spotbörsen wie der BlueNext erfüllen, um ihre Zertifikate für ihre Betrugsgeschäfte an den Markt zu bringen. Möglich sei etwa auch die Nutzung etablierter Player als Zwischenhändler.

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Gabriel kritisiert Guttenbergs "industriepolitisches Gesamtkonzept", BMU 15.08.2009
Berlin (BMU) -
Der Wirtschaftsminister hat die Chancen des Umwelt- und Klimaschutzes "verschlafen und nicht verstanden"
Zu den heute bekannt gewordenen industriepolitischen Vorstellungen des Bundeswirtschaftsministers erklärt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
"Das Papier aus dem Hause zu Guttenberg bestätigt in dankenswerter Klarheit die schlimmsten Befürchtungen darüber, was die Menschen zu erwarten haben, wenn Union und FDP Gelegenheit bekommen sollten, eine Regierungskoalition zu bilden. Herr zu Guttenberg möchte zurück in die umwelt- und klimapolitische Steinzeit. Die Lasten der Wirtschaftskrise will er auf den Rücken der Umwelt und der Arbeitnehmer abwälzen.
Das Papier liegt konsequent auf der Linie des Wirtschaftsministeriums während der letzten Jahre: Dort hat man das ökonomische Potential des Umwelt- und Klimaschutzes verschlafen und nicht verstanden. Wenn es nach dem Guttenberg-Ministerium gegangen wäre, wären Chancen für Wachstum und Beschäftigung insbesondere im Bereich Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbare Energien verspielt worden.
Das Papier liest sich, als sei es vor der Wirtschafts- und vor der Klimakrise geschrieben worden: Rezepte von gestern für die Probleme von heute – mehr Markt, weniger Schutz für Umwelt, Klima und Arbeitnehmer. Statt die Arbeitsmärkte zu „flexibilisieren“ kommt es auf einen sparsamen Umgang mit Energie und Rohstoffen an. Denn: Durchschnittlich sind Energie und Rohstoffe im verarbeitenden Gewerbe für rund 45 Prozent der Kosten verantwortlich, während die Lohnkosten deutlich weniger als 25 Prozent betragen. Hier ist der Hebel für eine intaktere Umwelt, für nachhaltiges Wachstum und anständige Löhne!
Eine anspruchsvolle Umweltpolitik ist längst kein wirtschaftlicher Hemmschuh mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres nationalen Innovationssystems. Diese Binsenweisheit hat man im Bundeswirtschaftsministerium bis heute nicht begriffen.
Das Bundesumweltministerium hat das Konzept der ökologischen Industriepolitik entwickelt mit Unternehmen und Gewerkschaften und ambitionierten Klima- und Umweltschutz vorangetrieben. Wir haben das Potential der Märkte aufgezeigt und durch praktische Politik nachgewiesen wie zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen werden können. Auch wichtige Teile der deutschen Wirtschaft haben die Chancen längst erkannt und richten ihre Unternehmensstrategien entsprechend aus. Das Zusammenspiel von Umwelt und Wirtschaft zeigt sich auch an den vielen Gründungen von GreenTech-Unternehmen. Das Bundeswirtschaftsministerium dagegen hat Ideenlosigkeit praktiziert, die politische Nachhut organisiert und die Modernisierung erschwert. Das ist auch an der Blockade des Umweltgesetzbuches deutlich geworden, das gerade für den Mittelstand Bürokratiekosten gesenkt hätte."

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Neue Industrie-Emissionsnormen erst 2020, 10.08.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Grenzwerte für Industrieemissionen in der Europäischen Union müssen sich künftig am neuesten verfügbaren Stand der Technik orientieren. Allerdings sollen die neuen Vorgaben für bestehende Anlagen erst Ende 2020 verbindlich werden und nicht schon im Jahr 2016, wie von der EU-Kommission angestrebt. Darauf haben sich die EU-Umweltminister am Donnerstag politisch geeinigt. Für die Zeit von 2016 bis 2020 sollen demnach noch nationale Ausnahmen von den Grenzwerten möglich sein. Nach Angaben von Diplomaten hatten Briten und Osteuropäer sogar Übergangsfristen bis 2023 gefordert.
Mit der neuen Richtlinie (nach der englischen Abkürzung IPPC) sollen neue Grenzwerte etwa für Schwefeldioxid, Stickoxide und Feinstaub eingeführt und sieben bestehende Richtlinien zusammengefasst und aktualisiert werden, darunter als wichtigste die Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (IVU). Von der sind rund 52.000 größere Industrieanlagen in Europa betroffen.

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Kommission will Emissionsgrenzwerte einführen, 04.08.2009
Brüssel (Dow Jones) -
Schon in der geltenden Gesetzesversion von 1996 ist geregelt, dass die Betreiber die beste verfügbare wirtschaftliche Technik einsetzen müssen, um Emissionen zu vermeiden. Jedoch wird die Richtlinie nach Angaben der EU-Kommission in den Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich durchgesetzt. Die Kommission hat deshalb die Einführung von Emissionsgrenzwerten vorgeschlagen, die sich an der modernsten Technik orientieren und außerdem für strengere Kontrollen plädiert. Neue Industrieanlagen sollen dem Kompromiss der Mitgliedsstaaten zufolge die strengen Emissionsgrenzwerte bereits zwei Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie einhalten. Wird die im kommenden Jahr verabschiedet, wäre das im Jahr 2012. Neben der IVU soll das neue Gesetz die Richtlinie zur Emissionsbegrenzung von Großfeuerungsanlagen, die Müllverbrennungsrichtlinie, die Richtlinie über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen und drei Richtlinien, die sich auf die Produktion von Titandioxid beziehen, umfassen.
Der EU-Ratsvorsitzende, Tschechiens Umweltminister Ladislav Miko, nannte die Einigung einen „großen Erfolg“ und sprach von einem „ausgewogenen“ Kompromiss zwischen Staaten die schon viel in saubere Industrieanlagen investiert haben und denen, wo noch viel zu tun bleibt. Nach Angaben eines Diplomaten drohte die Einigung lange an einer Blockademinderheit von Staaten zu scheitern. Erst ein Umschwenken der Niederländer habe den Beschluss ermöglicht. Überstimmt worden seien Deutschland, Frankreich, Österreich und Irland. Auch Schweden und Dänemark sähen die Möglichkeit zu jahrelangen nationalen Ausnahmen, die bei bestimmten – etwa geografischen – Gegebenheiten sogar weit über 2020 hinaus möglich seien, kritisch, sagte der Diplomat. An den Ausnahmen dürfte es auch im Europäischen Parlament, wohin der Richtlinienvorschlag nun zur zweiten Lesung geht, Kritik geben. Die Grenzwerte für Industrieemissionen sollen lieber etwas weniger streng sein, dafür aber überall ohne Ausnahmen eingehalten werden, hat das Parlament in erster Lesung gefordert. Mit großer Mehrheit sprach es sich für ein als „europäisches Sicherheitsnetz“ (ESN) bezeichnetes Konzept verbindlicher Mindestwerte aus. Dadurch würden Wettbewerbsverzerrungen zugunsten der Mitgliedsstaaten, „die sich den Aufwand sauberer Industrieanlagen bisher gespart haben“, vermieden, hatte der FDP-Abgeordnete Holger Krahmer, EP-Berichterstatter für das Gesetzesvorhaben, die Parlamentsposition begründet.

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Finanzspritze von der EU für CCS-Kraftwerk in China, 04.08.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Der Bau eines chinesischen Kraftwerks, das die Technologie zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage - CCS) demonstrieren soll, wird mit 50 Mio EUR aus dem EU-Haushalt unterstützt. Die Europäische Kommission stellte jetzt ihre Pläne für Investitionsregeln für die Kofinanzierung von Planung und Bau des Kraftwerks vor. Für dieses Projekt werden den Angaben zufolge damit über 83% der Mittel gebunden, die im EU-Budget derzeit für die Zusammenarbeit mit Schwellenländern auf den Gebieten schadstoffarmer  Kohletechnologien und der Abscheidung von Kohlendioxid zur Verfügung stehen.
„Um die globale Erwärmung unterhalb der kritischen Schwelle von 2 Grad Celsius zu halten, müssen unbedingt sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer tätig werden“, begründete Umweltkommissar Stavros Dimas den Vorstoß, der auf eine im Jahr 2005 mit China getroffene Vereinbarung zurückgeht. Die Mehrkosten für den Bau des neuen CCS-Kraftwerks und seinen Betrieb in den kommenden 25 Jahren schätzt die Kommission auf 300 Mio EUR bis 550 Mio EUR (je nach Technologie). Das gelte aber nur unter der Voraussetzung, dass China Kohlenstoffemissionen mit Kosten belege, ähnlich wie das die EU durch ihr Emissionshandelssystem tue.
Die Kommission rief ihre Mitgliedstaaten, interessierte Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und China auf, ebenfalls Finanzmittel für das Projekt zuzusagen. Außerdem kündigte sie an, sich bei der Industrie dafür einzusetzen, durch öffentlich-private Partnerschaften das nötige Geld aufzubringen. Um die Brauchbarkeit der CCS Technik für große Kraftwerke zu erproben, hat sich die EU verpflichtet, in ihren Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2015 zwölf Demonstrationsanlagen zu bauen.

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Klimawandel führt zu Kraftwerksausfällen, Dow Jones 03.08.2009
MANNHEIM (AFP)-
Der Wandel des Klimas wird nach Meinung von Experten in den kommenden 30 bis 40 Jahren vermehrt zu Kraftwerksausfällen in Europa führen. Die globale Erwärmung sorge hierzulande für Hitze und Trockenperioden in den Sommermonaten, sodass Flüsse als Quelle von Kühlwasser vor allem für Atomkraftwerke ausfielen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.
Ob solche Produktionsausfälle allerdings auch die Versorgungssicherheit für die Stromkunden gefährden, darüber sind die rund 200 vom ZEW befragten Experten uneins. Kühlwasser ist für den Betrieb von Atomkraftwerken zwingend notwendig. Aber auch in Kohlekraftwerken wird Flusswasser zur Kühlung eingesetzt, wie das ZEW erklärte. In Wasserwerken treibe es zudem direkt die Turbinen zur Stromerzeugung an. Deshalb rechne die Mehrheit der Experten mit vermehrten Ausfällen bei allen drei Kraftwerksarten in heißen Sommern. Bedenklich sei, dass die Energieversorgung in vielen europäischen Ländern stark von einem einzigen Energieträger abhänge, so das ZEW. Frankreich etwa setze auf Atomstrom, Österreich beziehe einen Großteil seines Stroms aus der Wasserkraft, Deutschland nutze viel Kohlestrom.

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Klimawandel: EU und MTV verpflichten internationale Interpreten, um junge Leute im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen zu mobilisieren, 15.07.2009
Brüssel (EU) -
Die Europäische Kommission und MTV Networks International haben heute den Startschuss für die Kampagne „Play to Stop – Europe for Climate“ gegeben. Die Kampagne wird sechs Monate laufen und soll Jugendliche für die Gefahren des Klimawandels sensibilisieren und sie im Vorfeld der Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember diesen Jahres mobilisieren. Die „Play to Stop“-Kampagne wird in 11 EU Mitgliedstaaten durchgeführt und umfasst Fernsehspots, ein Konzertereignis mit Moby in Stockholm, zwei Konzerte weiterer Interpreten in Budapest und Kopenhagen, Webcasts und Spiele sowie redaktionelle Beiträge zum Thema Klimawandel. Die Klimakonferenz von Kopenhagen, auf der über Folgemaßnahmen zum Kyoto Protokoll entschieden wird, beginnt am 7. Dezember.
EU Umweltkommissar Stavros Dimas sagte hierzu: „Die Jugend von heute wird die Hauptlast der Klimaauswirkungen tragen. Die Konferenz von Kopenhagen ist möglicherweise unsere letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten, bevor er außer Kontrolle gerät. Weltweit wird auf den Abschluss eines Übereinkommens gehofft, und wir müssen diese Dynamik unterstützen. Ereignisse wie diese sind ausschlaggebend, zumal junge Leute eine ungemein wichtige Interessengruppe sind. Denn sie wird der Klimawandel am härtesten treffen; deshalb muss ihre Stimme am lautesten sein.“
„Kein Land wird von den Auswirkungen des Klimawandels verschont bleiben, und die kommenden Generationen werden am stärksten betroffen sein. Deshalb ist es MTV ein fundamentales Anliegen, mit Nachdruck auf die Dringlichkeit des Klimaproblems und der Bekämpfung von Verhaltensweisen hinzuweisen, die den Klimawandel noch verschlimmern,“ sagte Antonio Campo Dall'Orto, Geschäftsführender Vizepräsident von Music Brands bei MTV Networks International. „Wir müssen diesen Feldzug Schritt für Schritt, Tag für Tag führen. Der Kampf um eine nachhaltige, umweltbewusste Zukunft hat ebenso viel mit Demokratie wie mit Umwelt zu tun, und wir sind stolz, die EU mit der Kampagne „Play to stop-Europe for Climate“ unterstützen zu können“.
 
Beteiligung namhafter Interpreten
Von Juli bis Dezember sollen junge Leute in 11 EU-Mitgliedstaaten mit „Play to Stop – Europe for Climate“ bewegt werden, sich für die Bekämpfung des Klimawandels einzusetzen. Die Kampagne läuft in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Schweden und dem Vereinigten Königreich. In Stockholm, Budapest und Kopenhagen werden drei Konzerte namhafter internationaler Interpreten stattfinden, die von MTV übertragen werden. Das erste Konzert mit Moby ist für den 20. August in Stockholm angesetzt. Während der gesamten Kampagne wird der Musiksender der Bekämpfung des Klimawandels auch redaktionelle Beiträge widmen und mehrere Sondersendungen ausstrahlen.
Jedes Konzert wird parallel zu einer großen Veranstaltung stattfinden - der Weltwasserwoche in Stockholm, der Mobilitätswoche in Budapest und der Klimakonferenz in Kopenhagen. Die einzelnen Staaten werden durch prominente „Botschafter“ ihres jeweiligen Landes vertreten sein, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit wecken und für Gehör sorgen sollen. Unter anderem werden die bulgarische Tennisspielerin Magdalena Maleeva, der tschechische Schauspieler Tomas Hanak, die dänische Sängerin Anna David, die italienische Fernsehdiva Paola Maugeri, der polnische Entertainer Michal Pirog und der rumänische Umweltaktivist Serban Miron Copot vertreten sein.

Einbeziehung junger Leute
Obwohl Jugendliche die Risiken des Klimawandels kennen, tun sie nur selten etwas dagegen. Aus einer heute veröffentlichten Umfrage http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm geht hervor, dass Jugendliche den Klimawandel nach der Armut als zweitwichtigstes weltpolitisches Thema ansehen. Aber nur 51 % der jungen Leute zwischen 15 und 24 Jahren haben sich jemals selbst aktiv an der Bekämpfung des Klimawandels beteiligt – weniger als jede andere Altersgruppe.
Diese Kampagne soll junge Leute darüber aufklären, mit welchen Folgen zu rechnen ist, wenn in Kopenhagen keine Einigung erzielt werden kann, und ihre Dynamik nutzen, um die politischen Entscheidungsträger schon im Vorfeld der Konferenz darauf hin zu drängen, in der Klimafrage Einigung zu erzielen. Im Laufe der Kampagne werden die jungen Leute Gelegenheit haben, über Klimawandel und Umwelt zu diskutieren und auf der „Play to Stop“-Website ihre Meinungen darüber auszutauschen, wie die Umwelt geschützt werden muss http://www.mtvplay4climate.eu/.

Hintergrund: Klimastrategie der EU
Ziel der Dezemberkonferenz ist ein neues globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012, wenn das Kyoto Protokoll ausläuft. Frühzeitiges Handeln ist angezeigt, denn das Klima ist bereits heute aus dem Gleichgewicht geraten, und jeder weitere Aufschub eines neuen Übereinkommens verzögert zwangsläufig auch ein globales Handeln und verschlimmert die Auswirkungen des Klimawandels. Die Europäische Union hat bereits eine führende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels übernommen. Die EU hat sich im Dezember 2008 auf eine integrierte Strategie im Bereich Energie und Klimaschutz geeinigt und sich für 2020 ehrgeizige Ziele gesteckt. Sie will Europa damit auf den richtigen Weg bringen – hin zu einer umweltgerechten Zukunft mit einer CO2-armen, energieeffizienten Wirtschaft. Erreicht werden soll dies durch:
- eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 % (bzw. sogar 30 %, falls eine internationale Einigung zustande kommt),
- die Verringerung des Energieverbrauchs um 20 % durch bessere Energieeffizienz,
- die Deckung von 20 % unseres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen.

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Erfolg fürs Klima beim G8- und MEF-Gipfel, 10.07.2009
Gabriel: "Das 2-Grad-Ziel setzt den Rahmen für Kopenhagen"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sieht in den Ergebnissen des Gipfels von L'Aquila (Italien) eine sehr gute Grundlage für die Welt-Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die im Dezember in Kopenhagen stattfinden wird. Nach dem Willen der Bundesregierung und der EU soll dort ein neues umfassendes, globales Klimaabkommen beschlossen werden. Gabriel: "In L'Aquila haben sich die Staats- und Regierungschefs darauf geeinigt, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf. Das ist das entscheidende Signal für einen Erfolg in Kopenhagen, weil damit das Anspruchsniveau für das künftige Kopenhagen-Abkommen definiert ist und sich die notwendigen Emissionsminderungen daraus ableiten lassen. Das 2-Grad-Ziel muss nun auch im UN-Kontext durchgesetzt werden."
Beim Gipfel in L'Aquila haben sich sowohl die G8-Staaten als auch die Gruppe der 16 größten Industrie- und Schwellenländer (Major Economies Forum, MEF) zum internationalen Klimaschutz bekannt. Die MEF-Staaten produzieren rund 80 Prozent der jährlich global emittierten Treibhausgase. Ein großer Fortschritt ist das Bekenntnis beider Staatengruppen, ein Ansteigen der Durchschnittstemperatur auf weniger als 2 Grad zu begrenzen, bezogen auf Werte vor der Industrialisierung. Die G8 übernimmt beim Kampf gegen den Klimawandel erneut eine Vorreiterrolle, indem sie den Industrieländern eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um mindestens 80 Prozent bis 2050 zum Ziel setzt.
Mit diesem Ziel ist die G8 ihrer Verantwortung, eine Vorreiterrolle im Klimaschutz zu übernehmen, gerecht geworden. Auf dem Weg bis Kopenhagen gilt es nun, sich auch auf ein globales Langfristziel zu einigen. Entscheidend für den Abschluss eines Abkommens in Kopenhagen ist zudem, dass in L’Aquila erstmals auch die Schwellenländer Bereitschaft gezeigt haben, eigene Klimaschutzbeiträge zu leisten. Ohne Beiträge von Schwellenländern wie China und Indien wird eine Erreichung des 2°C-Ziels nicht möglich sein. Gabriel: "Trotz der Erfolge von L’Aquila liegt noch einiges an Arbeit vor uns. Die Industrieländer müssen nun zeigen, wie sie das im G8-Kontext verabschiedete Ziel einer mindestens Halbierung der Treibhausgasemissionen bis 2050 erreichen wollen. Entscheidend sind dabei Ziele zur mittelfristigen Treibhausgas-Reduktionen bis 2020. Die Europäer haben hier eine sehr ambitionierte Haltung, die hoffentlich auch andere Industriestaaten zu ähnlichen Leistungen anspornt."
Zu den weiteren bis Kopenhagen dringend zu klärenden Fragen gehören zudem die Konkretisierung von Beiträgen der Entwicklungsländer zum Klimaschutz sowie die finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer bei Klimaschutzmaßnahmen.

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Gabriel zu Klimakonferenz nach Rom gereist, 08.07.2009
"G8-Gipfel muss sich zu Klimaschutz bekennen"
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nimmt heute in Rom am vierten Treffen der Umweltminister der 16 größten Industrie- und Schwellenländer (Major Economies Forum­ MEF) teil. Ziel des kurzfristig anberaumten Treffens ist die Vorbereitung einer Erklärung, die auf dem MEF-Gipfeltreffen am 9. Juli im Rahmen des G8-Gipfels im italienischen L'Aquila verabschiedet werden soll. "Der G8-Gipfel muss sich klar dazu bekennen, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf", betonte Gabriel.
Die MEF-Konferenzserie war im April dieses Jahres von der US- Regierung initiiert worden. Sie dient der Vorbereitung der Welt-Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen. Dort soll nach dem Willen der Bundesregierung und der EU Ende dieses Jahres ein neues globales Klimaabkommen beschlossen werden. "Es ist notwendig, in Kopenhagen ein Abkommen zu erzielen, das auch wirksam ist. Dafür müssen die Emission der Treibhausgase im Vergleich zu 1990 weltweit, also in Industrie- und Entwicklungsländern, bis 2050 um mehr als 50 Prozent vermindert werden", betonte Gabriel.
Um dieses Ziel zu erreichen, sei es nötig, dass die Industrieländer sich dazu bereit erklären, ihren Ausstoß an Klimagasen bis zum Jahr 2050 drastisch um 80 bis 95 Prozent zu verringern. Aber auch die Schwellen- und Entwicklungsländer wie China, Indien und Brasilien müssen gegenüber ihren bisherigen Wachstumspfaden ihre Treibhausgas-Emissionen um 15 bis 30 Prozent vermindern, so Gabriel.
"Die Weltgemeinschaft muss aufhören, Mikado zu spielen. Die Entwicklung in Deutschland zeigt doch: Es ist keineswegs so, dass derjenige verliert, der sich zuerst bewegt. Wir verdanken einen großen Teil des Wachstums und der relativen Stabilität unserer Volkswirtschaft in diesen Zeiten der Tatsache, dass wir klimapolitisch vorangegangen sind und beispielsweise die erneuerbaren Energien strategisch ausgebaut haben", sagte Gabriel. Deshalb habe die EU auch angeboten, im Rahmen eines globalen und umfassenden Abkommens ihre Emissionen bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu mindern. "Wir sind davon überzeugt, dass dies klimapolitisch notwendig ist und dass sich dies auch ökonomisch rechnet", betonte Gabriel.

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Gabriel: G8-Gipfel muss beim Klimaschutz klare Beschlüsse fassen, 07.07.2009
Berlin (BMU) -
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat heute in der Berliner Humboldt Universität den Weg zu einem erfolgreichen Klimaschutzabkommen aufgezeigt, das im Dezember dieses Jahres in Kopenhagen als Nachfolger des Kyoto-Protokolls beschlossen werden soll. "Ein anspruchsvolles Nachfolgeabkommen ist machbar. Dafür muss aber auch der G8-Gipfel in dieser Woche im italienischen L’Aquila klarstellen, dass die globale Erderwärmung zwei Grad Celsius nicht überschreiten darf", sagte Gabriel.
Angesichts der Dimension der Herausforderung sei es enorm wichtig, dass das Verhandlungsziel für Kopenhagen klar definiert werde, so Gabriel. "Im Klartext heißt das: Die Treibhausgas-Emissionen müssen bis zum Jahr 2050 in den Industrie- und Entwicklungsländern im Vergleich zu 1990 weltweit um mehr als 50 Prozent abnehmen. Für die Industrieländer bedeutet das, dass sie ihren Ausstoß bis 2050 drastisch um 80 bis 95 Prozent verringern müssen. Gegenüber ihrem bisherigen Entwicklungspfad müssen die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Emissionen um 15 bis 30 Prozent vermindern", so Gabriel.
Der damit verbundene fundamentale ökonomische Strukturwandel sei daher nur realistisch, wenn er jetzt eingeleitet werde und ambitionierte Mittelfristziele formuliert würden, so der Bundesumweltminister. "Die Industrieländer müssen bis 2020 ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 25 bis 40 Prozent vermindern. Dafür hat die EU ein Angebot auf den Tisch gelegt. Wir sagen ganz klar: Im Rahmen eines globalen und umfassenden Abkommens ist die EU bereit, ihre Emissionen um 30 Prozent zu mindern. Denn wir sind davon überzeugt, dass sich dies ökonomisch rechnet", so Gabriel.

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Bundestag beschließt Zertifikate-Versteigerung, 06.07.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Der Bundestag hat in der Nacht zum Freitag den Weg frei gemacht für die Versteigerung von Emissionsrechten. Die entsprechende Verordnung regelt die Versteigerung von jährlich 40 Mio Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurden. In den kommenden drei Jahren soll wöchentlich eine bestimmte Menge der Luftverschmutzungsrechte versteigert werden. In der EU startete der Emissionshandel am 1. Januar 2005. Die erste Handelsperiode umfasste den Zeitraum von 2005 bis 2007, die zweite Periode die Jahre von 2008 bis 2012. In der ersten Handelsperiode wurden in Deutschland die Zertifikate noch zu 100% kostenlos zugeteilt, seit Anfang 2008 werden auch Zertifikate verkauft.

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Trading-Gelegenheit am CO2-Markt, 01.07.2009
FRANKFURT (Dow Jones)-
Als äußerst lukrativ werten Emissionsrechtehändler die sich derzeit bietende Trading-Chance am CER-Markt: Wer Certified Emissions Reductions (CERs) bereits auf seinen Konten habe oder CER-Lieferkontrakte mit Fälligkeit im Dec 09 in seinen Büchern habe, könnte diese verkaufen und als Kontrakt Dec 10 zurückkaufen, denn derzeit notiert der Dec 10 rund 0,25 EUR tiefer als der Kontrakt zur Fälligkeit im laufenden Jahr. „Diese Backwardation wird nicht ewig anhalten“, zeigte sich ein Händler überzeugt. „Das Geld liegt auf der Straße. Jetzt müssen noch die Entscheider in den Unternehmen überzeugt werden, dass sich das Bücken lohnt“, sagte ein CO2-Händler. Mit entsprechend zunehmender Nachfrage nach CERs Dec 10 werde sich der Spread verengen, dann schließen und die Kurve zuletzt wieder in eine Contango-Formation übergeben. Den aktuell höheren Preis für Dec 09 führte der Trader auf Nachfrage von Projektierern zurück. Zumindest ein größerer Projektiereraus Frankreich kaufe derzeit zu, um seinen Lieferverpflichtungen nachzukommen. Dank der geringeren Liquidität bei CERs - im Vergleich zu EUAs - treibe das den Preis rasch nach oben.

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Final Report Carbon EXPO, 29.06.2009
CARBON EXPO 2009 puts the carbon market front and centre on the road to Copenhagen
Around 3,000 visitors attending the carbon market’s leading global trade fair and conference in Barcelona, Spain, heard market leaders and policy makers discuss the carbon market’s pivotal role in the lead up to Copenhagen. From May 27th to 29th international emissions trading was the topic at the Barcelona exhibition centre. Leading greenhouse gas (GHG) market representatives met there at the sixth CARBON EXPO to share experiences and gain knowledge of current topics and trends, technologies, projects and services. 276 exhibitors from 83 countries and around 3,000 visitors from 111 countries attended the carbon market’s leading global trade fair and conference for emissions trading, carbon abatement solutions and new technologies in Barcelona for the first time, organised by the World Bank, the International Emissions Trading Association (IETA), Fira Barcelona and Koelnmesse. Among the exhibitors were high-level government representatives from 47 developing countries and countries with economies in transition, who, with support from the World Bank, presented their current emission reduction projects and the related investment and development opportunities. New World Bank figures announced at CARBON EXPO show that the international emissions market continues its rapid growth. Announced at CARBON EXPO the global market doubled in 2008 and now totals US$126 billion (€90 billion) – despite the turmoil in the financial world. The report went on to say that long-term prospects for the market are strong. In light of the positive development of CARBON EXPO and the continuing growth for the global carbon emission reductions market the organisers were extremely pleased with the results of CARBON EXPO. In a joint statement they said: “The number of visitors and exhibitors testifies that despite the financial crisis, the importance of emissions trading is clear. We are pleased that we could bring together all relevant market players – companies, industrialized and developing countries. The positive response that we have received from exhibitors and visitors shows us that CARBON EXPO generated fresh momentum for the entire emissions trade and carbon market. Barcelona was indeed a good choice for CARBON EXPO as the venue.”

The Critical Role of Carbon Finance
This year’s CARBON EXPO featured again an extensive conference program. The participants benefited from the know-how of more than 250 speakers. Among these were a number of high-level speakers including José María Figueres Olsen, Former President of Costa Rica & Chairman of Metropolis Global, and Ruud Lubbers, Former Prime Minister of the Netherlands and Chairman of the Council for the Rotterdam Climate Initiative. Keynote speaker in the opening ceremony, attended by 1,100 participants, was Ricardo Lagos, Special Envoy on Climate Change for the United Nations Secretary-General Ban Ki-moon and Former President of Chile and President of the Club Madrid. President Lagos laid out for the conference the current status of the international climate change negotiations and the crucial role that carbon finance must play in the future. CARBON EXPO 2009 was the last major carbon market event on the road to the ministerial meeting in Copenhagen in December. Nine high level plenary sessions, 28 interactive workshops and 55 exhibitor’s side events took place during the last three days in which the present situation, current trends, future outlook and  evelopment possibilities were presented and discussed. The organisers addressed all aspects of the GHG market which were subdivided into a Project Stream, a Traders Stream, a New Market Stream and a Cities and Carbon Finance Stream. The Cities and Carbon Finance Stream showed that rapidly increasing urban populations, their need for power and water, and their vulnerability to climate change impacts make cities one of the most urgent areas for climate policy and action.

Carbon market doubles despite recession
CARBON EXPO 2009 started with a World Bank press conference releasing the “State and Trends of the Carbon Market 2009” report together with IETA’s fourth edition of the “GHG Market Sentiment Survey”. A large number of representatives from the international press visited the press conference to gain knowledge of the latest developments and trends in the carbon market. According to the “State and Trends of the Carbon Market 2009”, the global carbon market increased from US$30 billion in 2006 to over US$64 billion in 2007, and has again doubled in 2008 to more than US$126 billion. However the report notes that the value of transactions from CDM projects in developing countries declined by 12% to an estimated US$6.5 billion in 2008 with an average price of US$16.8 per tonne of CO2e. The EU recently approved an Energy and Climate Change package committing to reduce emissions by 20% by 2020, with a promise to reduce even more if other countries join an international agreement to be negotiated in Copenhagen later this year. The United States is also considering a comprehensive climate change policy. These two proposals together could present an opportunity to scale up the supply of emission reductions from developing countries. “As one response to the climate crisis a deep and global carbon market continues to hold the promise to deliver significant benefits to both developed and developing countries alike”, said Katherine Sierra, World Bank Vice President for Sustainable Development. The report cites a likely average demand of 560 – 600 million tonnes of CO2e per year from 2012-20 compared to just about 80 million tonnes of CO2e that was registered in the CDM in its best year so far.

CARBON EXPO 2010 heads back to Cologne, Germany
From May 26 - 28, 2010 the World Bank, IETA and Koelnmesse will organise CARBON EXPO 2010 in Cologne, Germany, where five previous successful editions were held. The World Bank, IETA and Koelnmesse said in a joint statement. “The world’s solution to climate change must be defined in the next few years. CARBON EXPO 2009 in Barcelona showed the key role of carbon finance in the post 2012 world. CARBON EXPO 2010 which moves back to Cologne will add another chapter to this story in the light of the Copenhagen decisions. We are confident of another vibrant trade fair conference in 2010.” CARBON EXPO 2009 in figures The event had a wide international scope. A total of 276 companies from 83 countries participated in CARBON EXPO 2009, 92% of which came from outside Spain. A total of around 3,000 participants from 111 countries came to CARBON EXPO 2009.

Statements from participants at CARBON EXPO 2009:
Teresa Ribera, Secretary of State for Climate Change, Spanish government “Carbon Markets are one of the most efficient tools in climate change policies and will increase their importance in the years to come. Barcelona and Spain feel honoured to have hosted this key edition of Carbon Expo before Copenhagen. This proved to be a venue capable of increasing the presence of developing countries and adding new partners such as cities and aviation companies that are playing an increasingly relevant role in a low carbon future.” Franzjosef Schafhausen, Deputy Director General, Environment and Energy, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) / Thomas Forth, EU Affairs and Bilateral Cooperation, Energy and Environment, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) “The Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) underlines the important role CARBON EXPO plays for developing the global carbon market. Fira Barcelona and Koelnmesse organised a perfect platform for the carbon community to exchange views, new ideas and experiences. CARBON EXPO again has been the global event for new information, discussions and dialogue on new trends and perspectives of the carbon market as well as the place for contacts for governments, project developers, companies and last but not least, investors and host countries. Against the background of uncertainties in the first months of 2009 and the growing expectation of a success story in Copenhagen, lots of good expert talks  and a lot of new agreed activities with our partners have taken place. The high number of participants reflects the growing interest all around the world on a market place focussing on the exchange of information and the matching of interests. We are also very content with the resonance and the discussions of our official side events.”

Luc Larmuseau, Global Director Climate Change Services, DET NORSKE VERITAS (DNV) “CARBON EXPO became the most important event for us over the past five years. All important carbon market players can be met here and it is the place to meet new customers and engage in new opportunities. We will continue our partnership with CARBON EXPO in the future.” Astha Batra, Assistant Director Environment, Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry “The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has been leading a delegation to CARBON EXPO for four consecutive years and has expanded the membership of its delegation from the private sector to cities and states of India. The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has seized this opportunity to create awareness about Indian CDM projects and climate change projects.”

John Kilani, Director of the Sustainable Development Mechanisms, UNFCCC; “THE GLOBAL CARBON MARKET FAIR & CONFERENCE has succeeded in bringing together all major actors in the carbon market under one roof. We have found it to be a useful and effective platform for disseminating information about CDM and JI.” David Costa-D’sa, Director Global Commodities, Head of Environmental Financial Products, Structuring, Deutsche Bank AG London: “CARBON EXPO is an important date in the carbon market calendar. The sheer number of clients in such close proximity creates an excellent networking opportunity.”

Pablo Fernández Guillén, Head of Origination, Endesa: “We always come to CARBON EXPO. That is the best proof of the importance that we give to the event. Here is the place where we meet everybody and everything is working very well.”

Anthony Hobley, Partner, Norton Rose: “CARBON EXPO is clearly the premier market event. While other events are struggling to maintain attendance due to the financial crisis, CARBON EXPO is the “go to” event and has increased attendance. It’s the place where market participants do business, an event that you can’t afford to miss. CARBON EXPO is showing the market confidence by bringing people together to innovate for the post-2012 market.”

Keiron Allen, Marketing and Communications Director, BLUENEXT: “CARBON EXPO has proved to be the largest and most diverse of conferences on the carbon calendar. The presentations, conference centre and hospitality have been of the highest quality. The night of May 27th will be remembered for many years to come.”

Martijn Wilder, Head of Environmental Markets, Baker & McKenzie: “As we head to Copenhagen, CARBON EXPO has demonstrated that there is still a great enthusiasm in the market but it remains critical that international policy makers define a clear way forward for the post 2012 era.”

Altangerel Enkhabat, Head of Science and Technology Department, Ministry of Environment & Tourism of Mongolia: “CARBON EXPO is an important tool for developing countries to disseminate their message to their carbon partners. It also serves as a good opportunity to establish a partnership between developing countries and project developers, buyers and international institutions.”

Tosi Mpanu Mpanu, Director of CDM DNA of the Democratic Republic of Congo: "CARBON EXPO is an invaluable experience giving us the opportunity to meet all the key players involved in the whole project cycle – developers, validators and buyers. It allows us to fully understand the carbon mitigation process. It serves as an opportunity to receive insightful feedback on what different market players, whether institutional or private, are expecting from Copenhagen. I will endeavour to have a stronger LDC presence next year.”

Marco Monroy, CEO and President, MGM International: CARBON EXPO is the most important carbon event of the year. It is the best way to assess the sentiment of the carbon market, get updated with the numbers presented in the fabulous annual report and with this, prepare our company for the carbon market of the near future.”

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Gabriel: Ein wichtiges Signal für Kopenhagen, 25.06.2009
Berlin (BMU) -
Klima- und Energiepaket der EU tritt heute in Kraft
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat das Inkrafttreten des Klima- und Energiepakets der Europäischen Union heute, am Donnerstag, als ein wichtiges Signal für die Verhandlungen über ein neues internationales Klimaschutzabkommen in Kopenhagen bezeichnet. Gabriel: "Das EU-Klima- und Energiepaket wird einen erheblichen Beitrag zur Minderung der Treibhausgasemissionen in Europa leisten und zugleich Schwung für die anstehenden Verhandlungen in Kopenhagen geben. Es zeigt auch, dass wir Europäer ernst machen beim Klimaschutz. Europa legt vor, jetzt müssen andere Staaten folgen."
Nach dem Willen der Bundesregierung und der EU soll im Dezember in Kopenhagen ein Nachfolgeabkommen zum Kyoto-Protokoll, das 2012 ausläuft, beschlossen werden. Die EU hat in ihrem Klima- und Energiepaket bereits festgelegt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, wenn andere Staaten vergleichbare Verpflichtungen in einem internationalen Abkommen eingehen.
Das EU-Klima- und Energiepaket wurde im vergangenen Jahr verhandelt und beschlossen. Es setzt die im März 2007 unter deutscher Präsidentschaft beschlossenen verbindlichen Klimaschutzziele um. Kern des Pakets sind verbindliche Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zum Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU. Deren Anteil am Endenergieverbrauch soll auf 20 Prozent bis 2020 erhöht werden.
Das Hauptinstrument des Maßnahmepakets ist der EU-weite Handel mit Emissionszertifikaten. Der Emissionshandel wird die derzeitigen Treibhausgasemissionen der Kraftwerke und Industrieanlagen um 21 Prozent bis 2020 senken. Ab 2013 müssen Stromerzeuger ihre Emissionszertifikate zu 100 Prozent ersteigern. In den übrigen Bereichen wie Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude, die nicht am Emissionshandel teilnehmen und etwa die Hälfte der Treibhausgasemissionen in der EU ausmachen, werden nationale Obergrenzen für Treibhausgasemissionen eingeführt. Diese sinken kontinuierlich ab 2013 bis 2020. Insgesamt wird so eine Verringerung der Emissionen von mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 bis 2020 erreicht.
Das Ausbauziel von 20 Prozent bei den erneuerbaren Energien wurde verbindlich unter den Mitgliedsstaaten und nach ihren Möglichkeiten aufgeteilt. Deutschland übernimmt einen Anteil von 18 Prozent an seinem Endenergieverbrauch. Erstmals gibt es damit verbindliche Ziele für alle erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene. Die Richtlinie setzt wichtige Rahmenbedingungen, um die erneuerbaren Energien in den einzelnen Mitgliedsstaaten zu fördern und gibt ihnen darüber hinaus Instrumente für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit an die Hand.
Das Paket schafft ferner eine Perspektive für den Bau von 12 Pilotanlagen zur Kohlenstoffabscheidung und -lagerung (CCS).
Nach der Veröffentlichung der 4 Dossiers des Klima- und Energiepakets am 5. Juni im Amtsblatt der EU treten die Rechtsakte heute in Kraft. Die Mitgliedsstaaten müssen diese nun mit eigenen Rechtvorschriften umsetzen und ihre nationalen Systeme anpassen. Dies betrifft etwa die Verabschiedung eines CCS-Gesetzes oder die Modifizierung der emissionshandelsrechtlichen Regelungen. Ab 2013 müssen bereits Zwischenziele für die Emissionsbegrenzungen und den Ausbau der erneuerbaren Energien eingehalten werden. Im Rahmen des europäischen Emissionshandels nimmt das jährlich verfügbare Zertifikatsbudget zwischen 2013 und 2020 um 1,74 Prozent pro Jahr ab.

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CCS-Gesetz in Großer Koalition offenbar endgültig gescheitert, 24.06.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Das Gesetz zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid aus Kraftwerken (CCS-Gesetz) wird in der laufenden Legislaturperiode aller Voraussicht nach nicht mehr realisiert. Ein gemeinsamer Regierungsentwurf mit der SPD finde in der Unionsfraktion momentan keine Mehrheit, erfuhr Dow Jones Energy Daily am Mittwoch aus Unionskreisen. Deshalb habe sich Unionsfraktionschef Volker Kauder für eine Verschiebung des Gesetzes auf die Zeit nach der Bundestagswahl Ende September entschieden, hieß es. Die SPD habe am Morgen von der Union eine offizielle Absage für das CCS Gesetz erhalten, sagte SPD-Fraktionsvizechef Ulrich Kelber am Mittwoch auf einem Kongress des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Unionsfraktionsvize Katherina Reiche ergänzte an gleicher Stelle, nun müsse eine neue Bundesregierung nach der Wahl schnell zu einer Lösung für CCS (Carbon Capture and Storage) kommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hob auf dem BDEW-Kongress die Bedeutung der CCS-Technologie für die deutsche Exportwirtschaft hervor. Es sei deshalb problematisch, wenn Deutschland nicht in der Lage wäre, an den Pilotprojekten für CCS teilzunehmen, warnte die Kanzlerin. Es bestehe die Gefahr, dass der Industriestandort Deutschland schwer geschädigt werde. Allerdings mache es auch keinen Sinn, für CCS eine gesetzliche Grundlage zu  Verabschieden, die zwangsläufig zu schwierigen Investitionsbedingungen für die Energiewirtschaft führe. Dadurch würden die jüngst etwa mit dem Energieleitungsausbaugesetz erreichten Fortschritte für die Branche wieder zunichte gemacht, erklärte Merkel.
Der RWE-Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann warnte vor einer übereilten Lösung für CCS. Das Gesetz solle „lieber gründlich als mit heißer Nadel gestrickt“ werden, sagte Großmann auf dem BDEW-Kongress. Allerdings müssten im Falle einer Verschiebung die EU-Richtlinie so geändert werden, dass die deutschen CCS-Pilotprojekte noch die vorgesehenen Fördergelder erhielten. Die EU hat eine Frist für CCS-Förderanträge bis zum April des kommenden Jahres gesetzt. RWE deutete unterdessen bereits Auswirkungen einer Verschiebung für konkrete Projekte des Energiekonzerns an. „Wir werden Schwierigkeiten mit unserem Zeitplan bekommen“, sagte der Leiter Energiepolitik bei RWE, Henning Rentz, Dow Jones Energy Daily. Das gelte etwa für das CCS-Pilotkraftwerk im nordrheinwestfälischen Hürth, das spätestens im Jahr 2015 in Betrieb gehen sollte.

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Umweltbundesamt: CCS nicht überschätzen, 23.06.2009
BERLIN (Dow Jones)-
Das Umweltbundesamt warnt davor, die Rolle von Kohlendioxidspeichern für den Klimaschutz zu überschätzen. „Die Technik zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid ist kein Allheilmittel für den Klimaschutz, allenfalls eine Übergangstechnik, die zudem erst mittelfristig verfügbar ist“, sagte der Vizepräsident der Behörde, Thomas Holzmann, der „Berliner Zeitung“ am Mittwoch. Wichtiger sei es, jetzt mit aller Kraft die Techniken voranzubringen, die Kohlendioxid schon heute kostengünstig vermieden, wie Erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

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Grüne Woche 2009: Klimawandel – Aktion und Anpassung, 22.06.2009
Brüssel (EU) -
Mit dem Abschluss eines neuen internationalen Klimaübereinkommens auf der Tagesordnung der Konferenz im Dezember in Kopenhagen steht der Klimawandel natürlich im Mittelpunkt der diesjährigen Grünen Woche der Kommission, die vom 23.-26.  Juni 2009 im Charlemagne-Gebäude in Brüssel stattfindet. Unter dem Motto „Aktion und Anpassung“ werden während der Grünen Woche, der größten jährlich stattfindenden Konferenz zum Thema Umweltpolitik in Europa, die vielfältigen Herausforderungen beleuchtet, die sich aus einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen in der EU und weltweit und einer Anpassung an den bereits bestehenden Klimawandel ergeben. Im Rahmen von acht der Sitzungen soll außerdem versucht werden, eine realistische Vorstellung davon zu bekommen, wie eine kohlenstoffarme Welt im Jahr 2050 aussehen könnte. Zu der dreitägigen Konferenz werden über 4 000 Teilnehmer aus Europa und anderen Teilen der Welt erwartet. Kommissionspräsident José Manuel Barroso wird die Hauptrede bei der Abschlussveranstaltung am 26. Juni halten und dabei einen Ausblick auf die Erwartungen für das Übereinkommen von Kopenhagen geben.
Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: „Mit der Perspektive der Konferenz von Kopenhagen könnte 2009 als Wendepunkt im Kampf gegen gefährliche Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundene katastrophale Folgen für den Menschen in die Geschichte eingehen. Das umfangreiche Programm der Grünen Woche wird es den Teilnehmern ermöglichen, Wissen über eine breite Palette von Klimaaspekten auszutauschen, mit denen sich die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt heute auseinandersetzen sollten.“

Vier Themen, 36 Sitzungen
Konferenz und begleitende Ausstellung der Grünen Woche haben sich in ihrem nunmehr neunten Jahr als wichtiges jährliches Forum für Dialog und den Austausch von Erfahrungen, Fachwissen und bestmöglicher Praxis im Umweltschutzbereich etabliert .
Die Grüne Woche bring t Teilnehmer aus verschiedenen Ebenen der Regierungen, internationalen Einrichtungen, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen sowie aus der wissenschaftlichen und der akademischen Gemeinschaft zusammen. Ziel ist es, die wirksamsten Wege für Schutz und Verbesserung der europäischen Umwelt für jetzige und künftige Generationen zu diskutieren. Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenlos. Bisher haben sich über 4 000 Teilnehmer angemeldet.
Bei der Grünen Woche 2009 wird der Klimawandel unter vier Aspekten beleuchtet: EU-Klimawandelpolitik, die internationale Perspektive, Leben mit dem Klimawandel und „Vision 2050 - eine kohlenstofffreie Gesellschaft". Das Programm umfasst 36 Sitzungen, wovon einige in Zusammenarbeit mit der Brüsseler Organisation Friends of Europe organisiert werden, sowie eine Reihe zusätzlicher Begleitsitzungen.
Die breite Themenpalette umfasst die Umsetzung des Klima- und Energiepakets der EU, die Auswirkungen des Klimawandel auf die Beschäftigung und die soziale Kohäsion, die mögliche Anpassung der biologischen Vielfalt an den Klimawandel, eine „grünere" Wirtschaft, die Herausforderungen für die Landwirtschaft, die Dimension der internationalen Sicherheit und die neuesten Entwicklungen im Bereich der Kohlenstoffsequestration und –lagerung.
Kommissar Dimas wird sowohl bei der hochrangigen Eröffnungssitzung als auch bei der Schlusssitzung unter dem Thema „T he Road to Copenhagen“ sprechen. Neben Präsident Barroso werden bei der Schlusssitzung auch der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren und Professor Wang Yi von der chinesischen Akademie für Wissenschaften Beiträge liefern.

Weitere Redner bei der Grünen Woche 2009 sind unter anderen
- Ladislav Miko, tschechischer Umweltminister,
- HE Roy Mickey Joy, Botschafter von Vanuatu,
- HE Joy Grant, Botschafterin von Belize,
- Festus Mogae, UN-Sondergesandter für Klimawandel,
- Prof Jean-Pascal van Ypersele, Vizevorsitzender des UN-Weltklimarates,
- Tony Long, Direktor, WWF European Policy Office,
- Steve Fludder, Vizepräsident, GE Ecomagination,
- Jeff McNeely, Leitender Wissenschaftler, International Union for the Conservation of Nature,
- Ray Hammond, Autor und Zukunftsforscher.

Alle Sitzungen können auf der Website der Grünen Woche live verfolgt werden: http://ec.europa.eu/environment/greenweek/home.html .

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Gabriel: Gespräche mit der chinesischen Regierung über Umwelt- und Klimakooperation, 15.06.2009
Berlin (BMU) -
Auf Einladung des chinesischen Umweltministers Zhou Shengxian reist Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am Sonntag mit einer Wirtschaftsdelegation zu politischen Gesprächen nach China. "Beide Regierungen sind sich darin einig, dass nur ein schnelles Umsteuern verhindern wird, dass der Klimawandel zu unbeherrschbaren Folgen führt", sagte Gabriel vor seiner Abreise. Der Bundesumweltminister wird in Peking auch mit dem Klimabeauftragten des chinesischen Staatspräsidenten und Vizevorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Xie Zhenhua, Forschungsminister Wan Gang und Vizeaußenminister Zhang Zhijun zusammenkommen.
Die chinesische Regierung hat angekündigt, bis zum Jahr 2020 bis zu 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. "Dies ist eine ehrgeizige Zielsetzung, die über das bislang Beschlossene hinausgeht. Es liegt in unserem wohlverstandenen Eigeninteresse, die chinesische Regierung bei ihren Anstrengungen unterstützend zu begleiten: Es geht nicht nur um globalen Umweltschutz, sondern um das Wohlergehen und den Wohlstand dieser und der kommenden Generationen. Zugleich werden auf diese Weise Investitionen von Unternehmen der deutschen Umwelttechnologiebranche in China befördert und Arbeitsplätze in Deutschland gesichert", so Gabriel.
Die Bundesregierung und die chinesische Regierung hatten im Januar2009 vereinbart, bei der Bekämpfung des Klimawandels eng zusammenzuarbeiten. Die Federführung für die Kooperation liegt bei der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission Chinas und beim Bundesumweltministerium.

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USA wollen mehr für Klimaschutz tun, 08.06.2009
DRESDEN (Dow Jones)-
Die USA streben nach den Worten von Präsident Barack Obama einen Paradigmenwechsel beim Klimaschutz an. Es sei an der Zeit, hier eine „Führungsrolle“ einzunehmen, sagte Obama am Freitag bei seinem Deutschlandbesuch. Bisher sei Europa beim Kampf gegen den Klimawandel vorn gewesen, nun müssten die USA mit gutem Beispiel vorangehen. Ohne große Schritte zur Reduzierung der Treibhausgase werde es schwierig, China oder Indien in internationale Lösungen einzubeziehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte die neuen amerikanischen Anstrengungen. Nötig sei, die Verhandlungen für ein Kyoto-Nachfolgeabkommen zum Erfolg zu führen.

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EU startet Konsultation zu CO2-Auktionsregeln, 05.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Derzeit werden in Brüssel die Weichen dafür gestellt, wie ab dem Jahr 2013 die Versteigerung von CO2-Emissionsrechten in der Europäischen Union ablaufen soll. Bis zum 3. August können Interessierte darlegen, wie ihrer Meinung nach die Auktionen gestaltet werden sollten, durch die ab 2013 mindestens die Hälfte der Verschmutzungsrechte verteilt wird. Die öffentliche Konsultation werde von einem Beratungsunternehmen organisiert, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit und wies darauf hin, dass am 24. Juni außerdem eine Konferenz zu dem Thema in Brüssel geplant ist. Die Versteigerungsregeln müssen bis spätestens zum 30. Juni 2010 durch eine EU-Verordnung festgelegt werden, wie die im Dezember modifizierte Emissionshandelsrichtlinie vorsieht. Geregelt werden muss beispielsweise, in welchem Rhythmus und welcher Form die Versteigerungen ablaufen sollen und welchen Umfang sie haben. Durch die öffentliche Konsultation will die Kommission aber auch Meinungen zu regulatorischen Vorgaben sammeln, etwa zur Voranmeldung von Auktionsteilnehmern, zu Hinterlegung von Sicherheiten und zu Zahlungs- und Liefermodalitäten.

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Weltumwelttag: EU-Kommissar Dimas fordert entschiedeneres Eintreten für Klimaschutz, 04.06.2009
Brüssel (EU) -
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas warnte heute, ein neues globales Klimaschutzübereinkommen sei die letzte Chance, die Folgen des Klimawandels noch einzudämmen, und forderte deshalb in einer Erklärung zum morgigen Weltumwelttag, der dem Thema Klimawandel gewidmet ist, die Verhandlungen über den Abschluss eines solchen Übereinkommens sehr viel entschiedener und nachdrücklicher zu führen.
Der EU-Kommissar gab folgende Erklärung ab: Die Unterzeichnung eines neuen globalen Klimaschutzübereinkommens auf der internationalen Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen ist unsere letzte Chance, die Welt vor den gefährlichen oder sogar katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels zu bewahren, die Wissenschaftler inzwischen bereits für 2050 vorhersehen, d.h. noch zu Lebzeiten von mehr als 1 Milliarde junger Menschen, die heute auf unserem Planeten leben.
Eine Studie des Global Humanitarian Forum (GHF), die letzte Woche veröffentlicht wurde, enthält neue erschreckende Zahlen zum Klimawandel. Bereits heute sind jährlich 325 Millionen Menschen von Klimaveränderungen betroffen, 315 000 Menschen sterben jährlich durch Hunger, Krankheit oder Wetterextreme, und der Weltwirtschaft entstehen Verluste in einer Größenordnung von 125 Mrd. Dollar jährlich. Diese Zahlen werden nach Angaben des GHF in den nächsten 20 Jahren deutlich steigen.
Weltweit haben Regierungen erklärt, dass die Rezession keineswegs ein Grund sein darf, im Kampf gegen den Klimawandel nachzulassen. In Europa und anderswo werden daher Konjunkturprogramme aufgelegt, die Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und CO 2-arme Technologien der Zukunft vorsehen, um sowohl Arbeitsplätze zu schaffen als auch den Klimaschutz zu fördern.
Die internationale Wissenschaftsgemeinde ist sich einig, dass die globale Erderwärmung höchstens 2°C über das vorindustrielle Niveau steigen darf, wenn verheerende Folgen verhindert werden sollen. Tatsächlich geht es um einen maximalen Anstieg von nur noch 1,2°C, da die heutigen Temperaturen bereits 0,76°C über diesem Niveau liegen, und einige Studien kommen zu dem Schluss, dass sich aufgrund der bisherigen Treibhausgasemissionen eine weitere Erwärmung um 1°C nicht mehr wird abwenden lassen.
Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir den absehbaren gefährlichen Klimawandel verhindern wollen, der enormes menschliches Leid verursachen, die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung ausbremsen und möglicherweise katastrophale Umweltfolgen haben wird, muss die internationale Gemeinschaft sehr viel nachdrücklicher für ehrgeizige Klimaschutzziele eintreten.
Dass Eile geboten ist und wir ehrgeizige Ziele brauchen, muss sich in den Verhandlungen zur Vorbereitung des Kopenhagener Übereinkommens niederschlagen.
Die Gespräche, die diese und nächste Woche in Bonn geführt werden, müssen diesen Forderungen Rechnung tragen. Sie müssen noch einmal neue Impulse setzen und uns weiterführen, damit aus den Texten, über die jetzt verhandelt wird, ein Plan entsteht, der als Entwurf für ein ausreichend ehrgeiziges Übereinkommen dienen kann.
Die Industrieländer müssen eine Vorreiterrolle übernehmen. Zur Begrenzung der globalen Emissionen und zur Abwendung verheerender Klimafolgen müssen die Industrieländer ihren Gesamtausstoß bis 2020 gegenüber den Werten von 1990 zunächst um 30 % senken, wie Unersuchungen des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) wissenschaftlich belegen. Die Europäische Union hat als eine der Ersten entschlossen gehandelt und Maßnahmen für eine Reduzierung ihrer Emissionen um 20 % verabschiedet; sie wird dieses Ziel auf 30 % anheben, sobald andere Länder vergleichbare Zusagen machen.
Jetzt sind unsere Partner am Zug. Noch haben einige Industrieländer gar keine Emissionsziele genannt, und auch die Zusagen, die gemacht wurden, dürften nicht ausreichen, um das gemeinsame Ziel einer Emissionsminderung um 30 % zu verwirklichen. Es ist deutlich mehr Einsatz gefordert.
Wir können den Kampf gegen den Klimawandel nur gewinnen, wenn auch die Entwicklungsländer und allen voran die großen Schwellenländer tätig werden und den Anstieg ihrer Emissionen begrenzen. Aber die Industrieländer müssen mit gutem Beispiel vorangehen, wenn sie die übrigen Länder überzeugen wollen, sich den allgemeinen Klimaschutzbemühungen im Rahmen des Kopenhagener Übereinkommens anzuschließen.

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Studie: Ausbau Erneuerbarer kurbelt die Wirtschaft an, 03.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Der von der EU angestrebte Ausbau erneuerbarer Energiequellen trägt zum Wirtschaftswachstum bei und schafft neue Arbeitsplätze, auch wenn Kosten und Belastungen mit dem Ausbau verbunden sind. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer im Auftrag der EU-Kommission erstellten Studie, die am Dienstag veröffentlicht wurde. 2020 werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU durch die Förderung Erneuerbarer Energien um 0,24% höher liegen als heute und es werde rund 410.000 zusätzliche Jobs geben, heißt es darin.
Insgesamt erwarten die Wissenschaftler bis 2020 in der Erneuerbaren Branche 1,4 Mio neue Arbeitsplätze und mehr als eine Verdoppelung des BIP. Der Netto-Zuwachs fällt aber deutlich geringer aus, weil in der Studie berücksichtigt wird, dass die Energieerzeugung aus Erneuerbaren mehr kostet als die aus Kohle, Öl oder Gas, dass Investitionen in regenerative Energien anderswo fehlen und dass Jobs bei „konventionellen“ Stromerzeugern verloren gehen werden. Dennoch sieht Energiekommissar Andris Piebalgs die EU-Politik durch die Untersuchung bestätigt: „Das zeigt, dass der Nutzen von Erneuerbaren im Hinblick auf Energieversorgungssicherheit und die Bekämpfung des Klimawandels Hand in Hand mit ihrem wirtschaftlichen Nutzen geht“, sagte Piebalgs.
Bis 2030 rechnen die Autoren der Studie mit Investitionen von 1,53 Billionen EUR in Erneuerbare und erwarten, dass die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen pro Jahr rund 18,4 Mrd EUR mehr kostet als die Nutzung konventioneller Energieträger. Um den größtmöglichen Nutzen aus den Förderanstrengungen der EU zu ziehen, müsse die Energieerzeugung aus Erneuerbaren technisch weiter verbessert werden, so dass auch die Kosten sinken, lautet eine Empfehlung. Die Kalkulation der Auswirkungen der Erneuerbaren-Förderung auf Wachstum und Beschäftigung beruht auf den Annahmen, dass sich der Ölpreis 2020 um 100 USD pro Barrel bewegt und der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid im EU-Emissionshandelssystem 34 EUR kostet.

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Dimas: EU erreicht ihre Kyoto-Klimaschutzziele, 02.06.2009
BRÜSSEL (Dow Jones)-
Die Europäische Union wird ihr Kyoto-Klimaschutzziel, den CO2-Ausstoß bis 2012 gegenüber 1990 um 8% zu reduzieren, „bequem“ erreichen. Davon gab sich EU-Umweltkommissar Stavros Dimas am Freitag überzeugt, als er die Bilanz der Treibhausgasemissionen für 2007 vorstellte. Diese sind in den 15 „alten“ Mitgliedstaaten gegenüber 2006 um 1,6% gesunken und damit im dritten Jahr in Folge zurückgegangen. Nur für die EU-15 ist das Kyoto-Ziel verbindlich. Die osteuropäischen EU-Staaten haben unverbindliche Ziele, die sie allerdings wegen des Zusammenbruchs der Industrie nach 1990 mit Ausnahme von Slowenien alle übererfüllen. Den Daten zufolge hat die EU- 15 ihren CO2-Ausstoß 2007 gegenüber dem Basisjahr um 5% reduziert. Dimas gab sich sehr zuversichtlich, dass die restlichen drei Prozentpunkte in zwei Jahren zu schaffen seien.

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CARBON EXPO 2009 in figures, 02.06.2009
The event had a wide international scope. A total of 276 companies from 83 countries participated in CARBON EXPO 2009, 92% of which came from outside Spain. A total of around 3,000 participants from 111 countries came to CARBON EXPO 2009.

Statements from participants at CARBON EXPO 2009:
Teresa Ribera, Secretary of State for Climate Change, Spanish government “Carbon Markets are one of the most efficient tools in Climate Change policies and will increase their importance in the years to come. Barcelona and Spain feel honored to have hosted this key edition of Carbon Expo before Copenhagen. This proved to be a venue capable of increasing the presence of developing countries and adding add new partnesr such as Cities and Aviation companies, that are playing an increasing relevant role in a low carbon future.”

Franzjosef Schafhausen, Deputy Director General, Environment and Energy, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) / Thomas Forth, EU Affairs and Bilateral Cooperation, Energy and Environment, German Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) “The Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety (BMU) underlines the important role Carbon Expo plays for developing the global carbon market. Fira Barcelona and Koelnmesse organized a perfect platform for the carbon community to exchange views, new ideas and experiences. Carbon Expo again has been the global event for new information, discussions and dialogues on new trends and perspectives of the carbon market as well as the place for contacts for governments, project developers, companies and last but not least, investor and host countries. Against the background of uncertainties in the first months of 2009 and the growing expectation of a success story in Copenhagen, lots of good expert talks and a lot of new agreed activities with our partners have taken place. The high numbers of participants reflect the growing interest all around the world on a market place focussing on the exchange of information and the matching of interests. We are also very content with the resonance and the discussions of our official side events.”

Luc Larmuseau, Global Director Climate Change Services, DET NORSKE VERITAS (DNV) “CARBON EXPO became the most important event for us over the past five years. All important carbon market players can be met here and it is the place to meet new customers and engage in new opportunities. We will continue our partnership with CARBON EXPO in the future.”

Astha Batra, Assistant Director Environment, Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry “The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has been leading a delegation to CARBON EXPO for four consecutive years and has expanded the membership of its delegation from the private sector to cities and states of India. The Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry has seized this opportunity to create awareness about Indian CDM projects and climate change projects.”

John Kilani, Director of the Sustainable Development Mechanisms, UNFCCC “THE GLOBAL CARBON MARKET FAIR & CONFERENCE has succeeded in bringing together all major actors in the carbon market under one roof. We have found it to be a useful and effective platform for disseminating information about CDM and JI.”

David Costa-D’sa, Director Global Commodities, Head of Environmental Financial Products, Structuring, Deutsche Bank AG London:
“CARBON EXPO is an important date in the carbon market calendar. The sheer number of clients in such close proximity creates an excellent networking opportunity.”

Pablo Fernández Guillén, Head of Origination, Endesa “We always come to CARBON EXPO. That is the best proof of the importance that we give to the event. Here is the place where we meet everybody and everything is working very well.” 

Anthony Hobley, Partner, Norton Rose:
“CARBON EXPO is clearly the premier market event. While other events are struggling to maintain attendance due to the financial crisis, CARBON EXPO is the “go to” event and has increased attendance. It’s the place where market participants do business, an event that you can’t afford to miss. CARBON EXPO is showing the market confidence bringing by people together to innovate for the post-2012 market.”

Keiron Allen, Marketing and Communications Director, BLUENEXT “CARBON EXPO has proved to be the largest and most diverse of conferences on the carbon calendar. The presentations, conference centre and hospitality have been of the highest quality. The night of May 27th will be remembered for many year to come.”

Martijn Wilder, Head of Enfironmental Markets, Baker & McKenzie “As we head to Copenhagen, CARBON EXPO has demonstrated that there is still a great enthusiasm in the market but it remains critical that international policy makers define a clear way forward for the post 2012 era.”

Altangerel Enkhabat, Head of Science and Technology Department, Ministry of Environment & Tourism of Mongolia “CARBON EXPO is an important tool for developing countries to disseminate their message to their carbon partners. It also serves as a good opportunity to establish a partnership between developing countries and project developers, buyers and international institutions.”
 
Tosi Mpanu Mpanu, Director of CDM DNA of the Democratic Republic of Congo “CARBON EXPO is an invaluable experience, giving us the opportunity to meet all the key players involved in the whole project cycle – developers, validators and buyers. It allows us to fully understand the carbon mitigation process. It serves as an opportunity to receive insightful feedback on what different market player, whether institutional or private, are expecting from Copenhagen. I will endeavour to have a stronger LDC presence next year.”

Marco Monroy, CEO and President, MGM International CARBON EXPO is the most important carbon event of the year. It is the best way to assess the sentiment of the carbon market, get updated with the numbers presented in the fabulous annual report and with this, prepare our company for the carbon market of the near future.”

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Klimawandel : Kommission erfreut über Rückgang der Treibhausgasemissionen im dritten Jahr in Folge, 30.05.2009
Brüssel (EU)
- Kommissionsmitglied Stavros Dimas, zuständig für Umweltfragen, zeigte sich heute erfreut über die Nachricht, dass die Treibhausgasemissionen in der EU 2007 im dritten Jahr in Folge zurückgegangen sind. Aus dem Emissionsinventar der Europäischen Umweltagentur für 2007, dem letzten Jahr, für das vollständige Daten vorliegen, geht hervor, dass die Emissionen in den 15 alten EU-Mitgliedstaaten 2007 gegenüber 2006 um 1,6 % gesunken sind, obwohl die Wirtschaft im gleichen Zeitraum um 2,7 % wuchs. Damit liegen die Emissionen nun um 5 % unter dem Niveau des Basisjahres (in den meisten Fällen 1990). Die EU-15 ist also auf einem guten Weg, um ihr Kyoto-Ziel zu erreichen, d.h., die Gesamtemissionen im Zeitraum 2008-2012 gegenüber dem Basisjahr um durchschnittlich 8 % zu senken. Die Emissionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten fielen gegenüber 2006 um 1,2 % und liegen nun um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahrs.
Umweltkommissar Dimas kommentierte diese Entwicklung wie folgt: „Diese neuerlichen Emissionsverringerungen in der EU-15 machen uns zuversichtlich, dass wir unser Kyoto-Ziel erreichen werden. Nachdem in über der Hälfte der EU-15-Mitgliedstaaten die Emissionen auch 2007 wieder deutlich zurückgegangen sind, geht es uns jetzt vor allem darum, dass auf der Konferenz in Kopenhagen im Dezember ein ehrgeiziges globales Klimaübereinkommen für die Zeit nach 2012 zustande kommt. Dieses Übereinkommen wird dann den Rahmen für künftige weltweite Emissionsverringerungen bilden.“
„Auch wenn die Verringerung in den EU-15 im Jahr 2007 teilweise auf die günstigen Witterungsbedingungen in einigen Mitgliedstaaten zurückzuführen sind, zeigt die rückläufige Entwicklung über die letzten drei Jahre, dass sich die proaktive Klimapolitik und die entsprechenden Maßnahmen auf einzelstaatlicher und auf EU-Ebene seit Kyoto langsam auszahlen. Mit dem Klima- und Energiepaket, das wir im letzten Monat angenommen haben, ist gewährleistet, dass der Rückgang in den nächsten Jahren noch deutlicher ausfällt.“

Rückläufige Emissionen trotz wirtschaftlichen Wachstums
Dem Rückgang der Treibhausgasemissionen in den EU-15, der sich 2007 gegenüber dem Vorjahr auf 1,6 % belief, steht ein Anstieg des BIP um 2,7 % im gleichen Zeitraum gegenüber. Der EU ist es also gelungen, die Emissionen noch weiter vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Schon in den beiden Vorjahren waren die Emissionen zurückgegangen: 2005 um 0,9 % und 2006 um 0,6 %.
Haupt ursachen für den neuerlichen Rückgang im Jahr 2007 – der 64 Mio. t CO 2 -Äquivalent entspricht – waren der Rückgang bei den Emissionen der privaten Haushalte aufgrund der warmen Witterung, der Rückgang im verarbeitenden Gewerbe und der Rückgang bei der Eisen- und Stahlerzeugung. Demgegenüber haben die Emissionen aus Kühl- und Klimaanlagen zugenommen.
Ein Rückgang der Emissionen zwischen dem Basisjahr und 2007 war in den meisten Sektoren zu beobachten. Die Emissionen aus Industrieprozessen gingen um 14,1 % zurück, die Emissionen aus der Energieerzeugung ohne den Verkehrssektor um 7,4 %, die Emissionen aus der Verwendung von Lösungsmitteln und anderen Erzeugnissen um 23,7 %, die Emissionen aus der Landwirtschaft um 11,3 % und die Emissionen aus der Abfallwirtschaft um 38,9 %. Demgegenüber haben sich die Emissionen aus dem Verkehrssektor allgemein um 23,7 % und die Emissionen aus dem Straßenverkehr um 24,7 % erhöht.
Die Emissionen aller 27 EU-Mitgliedstaaten gingen 2007 um insgesamt 1,2 % zurück. Sie lagen damit um 12,5 % unter dem Niveau des Basisjahres, das für einige Mitgliedstaaten nicht das Jahr 1990 ist, und um 9,3 % unter dem Niveau von 1990. Der Rückgang gegenüber 2006 – insgesamt 59,4 Mio. t CO 2 -Äquivalent – hat in diesen Mitgliedstaaten im Großen und Ganzen die gleichen Ursachen wie in der EU-15. Einen Emissionsanstieg in der EU-27 gab es im Verkehrssektor, bei der Zementherstellung, bei der staatlichen Strom- und Wärmeerzeugung sowie bei Kühl- und Klimaanlagen.
Im Kyoto-Protokoll wurde für die EU-27 kein Emissionsziel festgesetzt, weil die zwölf neuen Mitgliedstaaten zum Zeitpunkt des Abschlusses des Protokolls noch nicht der EU angehörten. Für die EU-12-Mitgliedstaaten wurden jedoch individuelle Kyoto-Ziele vereinbart, wonach sie ihre Emissionen gegenüber dem Basisjahr um 6 % oder 8 % verringern sollen. Nur für Zypern und Malta wurden keine Ziele festgesetzt.

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“STATE AND TRENDS OF THE CARBON MARKET 2009”, 28.05.2009
Overall Market Doubles despite Recession, but the Biggest Opportunities are yet to be Seized
Barcelona, SPAIN, May 27, 2009—
Despite the turmoil in the financial world, 2008 saw a doubling of the global carbon market, to an estimated value of more than US$ 126 billion, according to the latest State and Trends of the Carbon Market Report 2009, released today by the World Bank at Carbon Expo in Barcelona. 
The report is based on data from the trading of European Union Allowances (EUAs) under the European Union Emissions Trading Scheme (EU ETS) and from transactions completed under the Kyoto Protocol’s flexible mechanisms—the Clean Development Mechanism (CDM) and Joint Implementation (JI)—that allow industrialized countries to purchase greenhouse gas emission reductions in developing countries and in countries with economies in transition, as well as data from voluntary markets.   It finds that the value of transactions from CDM projects in developing countries declined by 12% to an estimated US$ 6.5 billion in 2008, with an average price of US$ 16.8.
The EU recently approved a package of post-2012 commitments to reduce emissions, with a promise to reduce even more if other countries join an international agreement to be negotiated in Copenhagen later this year. The United States is also considering a comprehensive climate policy. These two proposals together will present an opportunity to scale up developing country supply of carbon.
“This is a golden opportunity which challenges the international community to develop new thinking on how to scale up climate mitigation to promote sustainable development”, said report co-author Karan Capoor.   He was referring to average likely demand of 560 million tons of CO2e per year from 2012-20 compared to just about 80 million tons of CO2e that was registered in the CDM in its best year so far.
The CDM Executive Board is currently working to improve the efficiency of the project approval process.  “Now is the time to create a transparent and well-functioning regulatory framework, starting with streamlining and simplifying the rules governing the concept of additionality”, said Philippe Ambrosi of the World Bank, and co-author of the World Bank report.  Ambrosi was referring to a key concept in determining whether a potential project is eligible to receive credits under the UN scheme.
Recent scientific research and findings by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) and others call for industrialized countries to collectively reduce emissions even more aggressively (by 25-40% below 1990 levels by 2020) than the proposals on the table for Copenhagen.   If the carbon markets respond to the recommendations of the scientific community in terms of required GHG emission reductions, a carbon market in the order of $150 billion per year of traded certified emission reductions could be envisioned.
As Kathy Sierra, World Bank Vice President of Sustainable Development, says; “As one response to the climate crisis, a deep and global carbon market continues to hold the promise to deliver significant benefits to both developed and developing countries alike”.
The Report includes market data provided by carbon broker Evolution Markets Inc."The carbon market has shown a remarkable ability to double in volume in the midst of a global economic recession, and that demonstrates the importance of the market on a global scale," said Andrew Ertel, CEO of Evolution Markets Inc.
The report was released at CARBON EXPO 2009, the largest carbon fair in the world with more than 3000 representatives from governments, business and civil society organizations involved in greenhouse gas emission reduction transactions around the world.

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Emissionshandel: Versteigerung der Zertifikate in Deutschland startet 2010, 28.05.2009
Berlin (BMU) -
Kabinett verabschiedet Versteigerungsverordnung
Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel den Einstieg in die Versteigerung von Emissionsberechtigungen beschlossen. Gabriel: "Die Versteigerung ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die Effizienz des Emissionshandels zu verbessern." Mit der Versteigerungsverordnung setzt der Bund auf das bereits bewährte Konzept, nach dem die Emissionszertifikate am einfachsten und sichersten dort angeboten werden, wo auch der normale Handel der Berechtigungen stattfindet: an einer bestehenden europäischen Emissionshandelsbörse. "Dort erreichen wir alle Emissionshändler, und dort können wir die bestehenden professionellen Aufsichts- und Abwicklungsstrukturen für die Versteigerung nutzen. Das ist kostengünstig für Wirtschaft und Verwaltung, nutzt die Kräfte des Marktes und setzt Maßstäbe auch für die größeren Versteigerungsmengen ab 2013", so Gabriel.
Die vom Kabinett verabschiedete Emissionshandels-Versteigerungsverordnung (EHVV 2012) bedarf noch der Zustimmung des Deutschen Bundestages. Sie regelt insbesondere die Versteigerung von jährlich 40 Millionen Emissionszertifikaten für die Jahre 2010 bis 2012, die den Betreibern von Kraftwerken nicht kostenlos zugeteilt wurden. Die Stromkonzerne hatten den wirtschaftlichen Wert dieser Berechtigungen bei der Kalkulation des Strompreises ohnehin schon eingerechnet. Für die Versteigerungen in den kommenden drei Jahren (2010 bis 2012) sieht die Verordnung vor, dass die Auktion in wöchentlich gleichen Mengen an einer der bestehenden Emissionshandelsbörsen in der Form der dort gehandelten Produkte (Spot- und Terminmarkt) stattfindet. Welche der Börsen hierfür am besten geeignet ist, wird sich im Laufe des Jahres in einem Vergabeverfahren entscheiden.
Die Versteigerung selbst wird nach dem bei solchen Transaktionen üblichen, einfachen Verfahren durchgeführt. Für die Börsenaufsicht und die Abwicklung der erfolgreichen Gebote gelten dieselben Regeln wie beim sonstigen Börsenhandel. Damit bleiben die besonderen Vorteile des Emissionshandels auch bei der Versteigerung erhalten da beim Emissionshandel Angebot und Nachfrage aller Marktteilnehmer den aktuellen Wert der Emissionszertifikate bestimmen. Nach der Versteigerungsverordnung sind staatliche Eingriffe in den Preisbildungsprozess nur für solche Ausnahmefälle vorgesehen, bei denen einzelne Bieter versuchen sollten, durch ihre Gebotsabgabe den Versteigerungspreis zu manipulieren und damit den Prozess zu missbrauchen.
Die Versteigerungsverordnung enthält eine ausdrückliche Öffnungsklausel, nach der auch andere EU-Mitgliedstaaten ihre Zertifikate auf der deutschen Handelsplattform versteigern können.
Mit dem beschlossenen einfachen, transparenten und kostengünstigen Konzept für die Versteigerung an der Börse knüpft die Bundesregierung an den sehr erfolgreichen Zertifikatsverkauf seit Anfang 2008 an. Dieser börsennahe Ansatz wird auch auf die europäische Diskussion Einfluss nehmen, die derzeit zur Gestaltung der Versteigerung im Hinblick auf die weitaus größeren Versteigerungsmengen in der dritten Handelsperiode mit 100 Prozent Auktion im Stromsektor beginnt.

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Gabriel: "EU und Deutschland im Klimaschutz weiter allein auf weiter Flur",  27.05.2009
Berlin (BMU) - Noch kein Fortschritt bei Klimaschutztreffen in Paris
"Leider sind die Europäische Union und Deutschland immer noch allein auf weiter Flur im internationalen Klimaschutz." Das ist das Resümee von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach Abschluss des zweitätigen internationalen Treffens zu Klimaschutz in Paris. Unter dem Namen "Major Economies Forum" (MEF) hatte US-Präsident Barack Obama nach einem ersten Treffen Ende April zum zweiten Mal die 16 Industrie- und Schwellenländer mit den stärksten Volkswirtschaften und den höchsten Treibhausgasemissionen eingeladen.
"Das Treffen in Paris zeigt, dass es noch sehr großer Anstrengungen und hoher Verhandlungsbereitschaft auf allen Seiten bedarf, um beim Klimagipfel in Kopenhagen Ende des Jahres zu einer anspruchsvollen Anschlussvereinbarung zum Kyoto-Protokoll zu kommen", sagte Gabriel. Zwar habe sich die Position unter Präsident Obama vollständig verändert, die konkrete Bereitschaft der USA zur Verminderung der Treibhausgase sei jedoch weit entfernt von dem, was in Europa bereits heute geleistet wird.
So will die EU im Rahmen eines neuen internationalen Klimaabkommens bis 2020 rund 30 Prozent weniger schädliche Klimagase als im Jahr 1990 ausstoßen. Präsident Obama will bis dahin auf das Niveau des Jahres von 1990 zurückkehren. "Das wäre weit weniger, als die Klimaforschung für notwendig hält. Und Länder wie Japan, Australien, Kanada oder Russland würden sich wohl eher hinter den Amerikanern verstecken als mit den Europäern gleichziehen", so Gabriel. Nach Gabriels Einschätzung würden sich zudem die Entwicklungsländer zu keinen eigenen Verpflichtungen bereiterklären, so lange die Industrienationen keinen gemeinsamen Vorschlag unterbreiten, der den Anforderungen der internationalen Klimaforschung gerecht wird.
"Die Entwicklungsländer haben einfach Angst, zusätzliche und für sie viel zu teure Verpflichtungen im Klimaschutz übernehmen zu müssen, wenn die Industrienationen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden. Ich kann diese Sorge gut verstehen." Gabriel hatte deshalb vorgeschlagen, dass diejenigen Länder, die bis 2020 keine ausreichenden Verringerungen ihrer Treibhausgasemissionen erreichen könnten, für den Zeitraum bis 2030 konkrete weitere Minderungsschritte anbieten müssten. Gabriel: "Sonst schaffen wir das Ziel, von dem alle behaupten, sie würden es unterstützen, nicht: die weltweite Absenkung der schädlichen Klimagase um die Hälfte."
Auch bei der Finanzierung des internationalen Klimaschutzes ist die EU nach Gabriels Worten weltweit die einzige Region, die konkrete Vorschläge gemacht habe. EU-Kommissar Stavros Dimas hatte während des Pariser Treffens das Angebot der EU wiederholt, ab 2013 die Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel bis zur Hälfte für den internationalen Klimaschutz zu nutzen. Allein in Deutschland wären dies zwischen 2,5 und 5 Milliarden Euro pro Jahr. Gabriel: "Mexiko hatte einen sehr guten Vorschlag unterbreitet, dass alle Staaten abhängig von ihrer Wirtschaftskraft in einen gemeinsamen Fonds einzahlen sollten, um davon die ärmeren Ländern überproportional profitieren zu lassen." Leider habe es auch zu diesem Vorschlag in Paris keine Fortschritte gegeben.
Gabriel forderte die Teilnehmer des MEF und insbesondere den Gastgeber USA auf, bis zum nächsten Treffen im Juni in Mexiko konkrete Vorschläge zu unterbreiten:
1. Zu den gemeinsamen Verpflichtungen aller Industrienationen.
2. Zu den Maßnahmen im Klimaschutz, zu denen die Entwicklungsländer ohne finanzielle Hilfe durch die Industrienationen bereit und in der Lage sind.
3. Zu den Maßnahmen, die Entwicklungsländer nur mit Hilfe der Industrienationen erreichen können.
4. Zu den Finanzmitteln, die in diesem internationalen Klimaprozess notwendig sind.
"Wir dürfen nicht noch einmal zusammen kommen, um nur die bekannten Stellungnahmen auszutauschen. Wir brauchen endlich die Bereitschaft, über konkrete Kompromisse zu sprechen", so Gabriel. Dazu müssten die Staats- und Regierungschefs ihre Umweltminister dringend mit der notwendigen Flexibilität für die Verhandlungen ausstatten. Gabriel: "Sonst können wir uns die Reisen sparen und die Protokolle der letzten vier Jahre nachlesen, denn die Positionen stehen da überall schon drin."

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VIK: Stromkosten für Industriekunden steigen, 27.05.2009
ESSEN (Dow Jones)-
Die Stromkosten für Industriekunden sind nach Angaben des Industrieverbands VIK weiter gestiegen. Ein mittlerer industrieller Stromkunde zahle für seine Stromlieferung in diesem Jahr 20% mehr als i